Bis Dato gibt es keine Wunderpille gegen Arthrose. Allerdings gibt es unterschiedliche Ansätze wie gegen den Verschleiß der Gelenke vorgegangen werden kann. Schmerzmittel helfen zwar kurzfristig, sind aber auch mit Nebenwirkungen verbunden.

Schmerzmittel

Nicht-steroidale Schmerzmittel werden meist als Mittel der Wahl gegen Arthrose eingesetzt. Diese wirken sofort, da sie die Übertragung der Schmerzen von einem Nerv zum anderen hemmen. Das Schmerzmittel muss meist mehrmals täglich eingenommen werden, da die Wirkung nach sechs bis zwölf Stunden nachlässt. Negativ ist allerdings, dass das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung damit erhöht werden kann und auch die Dauertherapie nicht geeignet ist.

Natürliche Mittel gegen Arthrose

Damit der abgenutzte Knorpel wieder aufgebaut werden kann, benötigt dieser wichtige Bestandteile. Ebenso muss sich der Körper auch gegen auftretende Entzündungen in diesem Bereich zur Wehr setzen. Für diese beiden Faktoren gibt es eine breite Palette an natürlichen Mitteln.

  • Glukosaminsulfat wirkt Entzündungen entgegen und unterstützt beim Aufbau des Knorpels

  • Omega-3-Fettsäuren wirken Entzündungen entgegen und machen Glukosaminsulfat effektiver

  • Pinienrindenextrakt kann den Einsatz von Schleimmitteln auf bis zu 50 Prozent senken

  • Selen und Mangan sind wichtig für den Aufbau des Knorpels

  • Vitamin C und Vitamin E sind schmerzlindernd und unterstützen den Aufbau von Kollagen

Die Ernährung

Ernährung spielt bei der Gesundheit des Körpers eine Rolle. So kann ein hoher Verzehr an Fleisch auch die Neigung zu Entzündungen verstärken. Vor allem Gemüse mit einem hohen Anteil an Schwefel und Spurenelementen sollte zugeführt werden. Obst kann ebenfalls die Immunabwehr stärken und Entzündungen in Gelenken entgegenwirken.

Die Bewegung

Wird sich nicht ausreichend bewegt, kann der Knorpel auch nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden. Deswegen sollte eine schonende aber regelmäßige Bewegung in Betracht gezogen werden. Selbst wenn Gelenke bereits Schädigungen aufweisen, sollte nicht auf die Bewegung vergessen werden.

Hyaluron

Hyaluron stellt einen wichtigen Bestandteil von Knorpel und Bindegewebe dar. Viele Orthopäden spritzen Hyaluron direkt in das Gelenk, um dieses an den Ort des Geschehens bringen zu können. Allerdings geht mit diesen Injektionen auch immer eine Infektionsgefahr im Gelenk einher.

Die Arthroskopie

Orthopäden führen zudem auch häufig eine Arthroskopie durch, wobei mit Hilfe eines Endoskops das Gelenk kontrolliert und gespült werden kann. Ebenso kann der bereits entstandene Abrieb entfernt werden. Allerdings wird die Arthroskopie sehr skeptisch gesehen, da sie weitaus weniger Erfolge mit sich bringt, als Krankengymnastik.

Künstliche Gelenke

Diese stellen das letzte Mittel der Wahl dar. Dabei handelt es sich nicht nur um einen großen operativen Eingriff, sondern die künstlichen Gelenke müssen zudem alle 10 bis 15 Jahre getauscht werden.