Dass Ingwer gegen Übelkeit und Erbrechen bei einer Chemotherapie helfen kann, zeigte sich bereits in drei Studien. Vor allem diese beiden Symptome können der Grund dafür sein, dass eine Chemotherapie scheitert. Es werden zwar immer wieder Antiemetika eingesetzt, allerdings belasten diese den Körper noch zusätzlich.

 

Die Studie

Die Studie wurde in Indien mit 31 Jugendlichen und Kindern durchgeführt, welche aufgrund eines Karzinoms eine Chemotherapie erhielten. Eine Teilnehmer-Gruppe erhielt zusätzlich Ingwer, die andere erhielt lediglich ein Placebo. Der akute Brechreiz, der sich binnen 24 Stunden bei einer Chemotherapie zeigen kann, trat bei der Gruppe mit dem Ingwer nur zu 55 Prozent auf, während die Placebo-Gruppe beinahe zu 96 Prozent daran litt. Auch nach einigen Tage zeigte die Ingwer-Gruppe einen Rückgang beim Brechreiz, während dreiviertel der Placebo-Gruppe daran litt. Bei der Placebo-Gruppe trat das tatsächliche Erbrechen bei beinahe 76 Prozent auf, während nur ein Viertel der Ingwer-Gruppe dieses Symptom zeigte.

Eine weitere Studie

In einer Studie in Thailand konnte aufgezeigt werden, dass der Wirkmechanismus zwischen Antiemetika und Ingwer kaum einen Unterschied zeigt. Weder beim akuten noch beim verzögerten Erbrechen konnten Unterschiede verzeichnet werden.

 

Der Wirkmechanismus

In Heidelberg konnte bei einer Studie der Wirkmechanismus von Ingwer nachgewiesen werden. Die Chemotherapie greift Zellen an und bringt diese zum Absterben. Dabei sind auch gesunde Zellen von diesem Vorgang betroffen. Auch Darmzellen werden angegriffen und reagieren dabei mit einem Ausstoß von Serotonin. Mit Hilfe von Serotonin werden Signale an das Gehirn gesendet und es kommt zum Brechreiz und Erbrechen. Genau an dieser Stelle setzt Ingwer an. Diese Reaktion wird mit Hilfe von Ingwer unterbunden, wodurch sich die selbe Wirksamkeit wie bei Antiemetika aufzeigen lässt. Die Forscher empfehlen nun, dass Ingwer als schonende Begleittherapie bei Chemotherapien eingesetzt werden könnte.