Mit steigendem Erfolg wird Vitamin C verabreicht bereits bei Karzinomen eingesetzt. Es wird nicht nur das Immunsystem gestärkt, sondern auch die Bekämpfung der Krebszellen gefördert. Die positive Wirkung von Ascorbinsäure (Vitamin C) ist in der Krebsforschung schon seit einigen Jahren bekannt. Viele Pharmafirmen forschen immer wieder daran, wie die Immunabwehr von Betroffenen gesteigert und damit der Kampf gegen Krebs unterstützt werden kann. Durch die Erhöhung des Vitamin C Spiegels zeigte sich nicht nur eine einfache, sondern auch eine kostengünstige Alternative.

Die orale Einnahme bestätigte sich nicht bei Studien

In einigen Studien wurde nachgewiesen, dass eine sehr hohe Konzentration an Vitamin C im Blutspiegel vorhanden sein müsse, um effektiv gegen Krebs ankämpfen zu können. Diese Mengen können allerdings mit der oralen Zufuhr selbst nicht erreicht werden. Daher wurde gezielt die intravenöse Verabreichung von Vitamin C ins Auge gefasst. Bei der Studie wurde nicht nur auf die Sicherheit und Verträglichkeit, sondern auch auf die Pharmakokinetik geachtet. Als Probanden kamen all jene in Frage, die bereits gegen eine andere Form der Therapie resistent waren und sich in einem fortgeschrittenem Stadium befanden. Die angewandten Dosierung zeigten, dass sie durchaus bei der Antitumoraktivität in Frage kommen könnten.

Weitere Studien

In einer Studie mit Mäusen wurde hochdosiert Vitamin C verabreicht. Das Wachstum des Tumors wurde zwar teilweise gehemmt, es fand allerdings keine Rückentwicklung der Tumorzellen statt. Die Tests wurden danach auch bei Menschen durchgeführt. Die Teilnehmer erhielten in drei Phasen hohe Dosierungen von Vitamin C injiziert. Bei 70 bis 80 Gramm/m2 zeigte sich, dass die Konzentration im Blut auf 49 Millimolar anstieg und damit eine Anti-Krebs-Aktivität zu verzeichnen war. Diese Dosierungen wurden bis auf leichte Magen-Darm-Beschwerden und leichte Mundtrockenheit gut vertragen.

In einer Studie in Neuseeland zeigte sich, dass die Energieversorgung des Tumors mit Hilfe von Vitamin C abgeschnitten werden kann. Dabei stand vor allem das HIF-1-Protein im Fokus, welches freie Radikale freisetzt und die Zellen mit Sauerstoff versorgt. Diese Funktionen werden allerdings auch bei Tumorzellen aktiviert. Da Vitamin C als Radikalfänger fungiert, wird auch das HIF-1-Protein deaktiviert, wodurch der Tumor am Wachstum gehindert werden kann. Es wird angenommen, dass sich dieser sogar zurückbilden könnte. Bis diese Erfolge aber tatsächlich abgeschlossen sind, wird es beim Kampf gegen Krebs noch ein langer Weg sein. In der Zwischenzeit kann Vitamin C aber durchaus als Begleittherapie eingesetzt werden, da es unbedenklich ist.