Eine Studie zeigte auf, dass Vitamin D den Angriff auf das Nervensystem durch Immunzellen verhindern könnte. Es zeigte sich zudem, dass Menschen im Norden häufiger an dieser Nervenerkrankung leiden. Die Forscher schlussfolgerten, dass äußere Faktoren einen Einfluss auf die Entstehung von MS haben. Allerdings bleiben diese Faktoren bis Dato unbekannt. Bei einer Studie an Mäusen, könnte allerdings schon der erste Schritt in Richtung Aufklärung gemacht worden sein.

 

Die Studie

Die Mäuse wurden mit einer autoimmunen Enzephalomyelitis infiziert, welcher der menschlichen MS sehr nahe kommt. Gleichzeitig erhielten die Mäuse allerdings auch Vitamin D3. Es zeigte sich, dass wie bei der multiplen Sklerose auch hier eine hohe Zahl an Zellen des Immunsystems aktiviert wurde.

Die Ergebnisse

Genauer genommen, stiegen nur die Zahlen der T-Zellen, welche allerdings weder in Gehirn noch im Rückenmark nachgewiesen werden konnten, sondern nur im Blut selbst. Das Vitamin D3 konnte folglich keine Unterdrückung dieser Zellen bewirken. Zwar waren die T-Zellen für die Abwehr gerüstet, gelangten allerdings nicht in die Regionen, in denen sie Schäden anrichten hätten können.

Es wird allerdings darauf hingewiesen, dass vor allem das Vitamin D3 sehr flüchtig ist. Wurde dieses abgesetzt, trat sofort ein MS-Schub ein. Da dieser Versuch bisher nur an Mäusen ausprobiert werden konnte, ist nicht klar, ob das Modell auch auf den Menschen umgesetzt werden kann. In einem nächsten Schritt wollen die Forscher mit Hilfe von menschlichen Zellen in Reagenzgläsern einen weiteren Versuch starten.