In einer Studie konnte die positive Wirkung von Gingko bei Schwindel und Gleichgewichtsstörungen aufgezeigt werden. Der Schwindel kann nicht nur viele Ursachen haben, sondern zudem auch ein unangenehmer, ständiger Begleiter werden. In der Medizin wurde der Schwindel sehr unterschiedlich behandelt, allerdings musste häufig mit den Nebenwirkungen der Medikamente gekämpft werden. Schon in den 1970er Jahren wurde aufgezeigt, dass Gingko-biloba auch bei Vertigo (Schwindel) gute Erfolge mit sich bringen kann. Dabei spielt ein Wirkstoff eine tragende Rolle, welcher nur in Gingko vorkommend ist – Gingolid B.

 

Die Studie

In München wurde die Studie sowohl an Ratten als auch an Menschen durchgeführt. Es konnte 1989 festgestellt werden, dass Gingko bei Ratten, die an einem Versagen des Gleichgewichtssinnes litten, zu einer Verbesserung beitrug. Dabei handelte es sich um die einseitige Form des Versagens, bei der sich das Gehirn nach einiger Zeit selbst wieder an die gegebenen Umstände anpasst. Mit Hilfe von Gingko konnte dieser Vorgang und die Anpassung allerdings beschleunigt werden.

An der Universität in Otago konnten diese Ergebnisse bei Katzen bestätigt werden, allerdings zeigten sich Erfolge nur dann, wenn die Dosierungen niedrig gehalten waren. Bei höheren Dosen war die Wirkung nicht mehr zu verzeichnen.

Schon 1970 wurden die ersten Versuche mit Gingko beim Menschen durchgeführt. Es zeigte sich zudem, dass die Verabreichung von Gingko vor allem große Wirkung zeigte, wenn die Probanden zusätzlich Sport betrieben. Doch auch Gingko alleine zeigte gute Ergebnisse. Bereits drei Monate nach der Einnahme von Gingko zeigten Probanden bei einer anderen Studie in Lyon eine Besserung der Symptome. In München zeigte eine Studie auf, dass Gingko sowohl bei verstibulärem als auch bei nicht-vestibulärem Schwindel gute Erfolge mit sich bringt.