Damit das Immunsystem gut funktionieren kann, benötigt dieses eine ausgewogene Zufuhr an Vitaminen und Spurenelementen. Eine Studie zeigte, dass das Immunsystem von HIV positiven Menschen mit Hilfe von Multivitaminen und Selen unterstützt werden kann, da der Angriff auf die sogenannten Helferzellen verringert werden kann. Gegen HIV gibt es bereits antiretrovirale Medikamente, die allerdings keine Heilung mit sich bringen, sondern lediglich den Ausbruch der Erkrankung verzögern können. Besonders in Ländern, in denen HIV häufig auftritt, kommt diese Therapie allerdings sehr spät zum Einsatz. Allerdings wäre gerade eine frühe Therapie die beste Möglichkeit, um die schwerwiegenden Symptome zu verzögern und die Sterberate zu verringern.

 

Die Studie

In Botswana wurde mit einer Studie aus den USA eine Untersuchung durchgeführt, um alternative Therapien gegen HIV finden zu können. Bei dieser Studie nahmen mehr als 870 Betroffene teil. Da der CD4-Wert bei diesen Probanden noch über 350 Zellen pro Mikroliter lag, wurde bei diesen Probanden noch keine antiretrovirale Therapie begonnen. Laut WHO ist diese Therapie ab einem Wert von 350 zu beginnen. Das Ziel der Studie lag vor allem darin, dass der Einfluss der Multivitamine bezüglich der CD4-Zellen nachgewiesen werden konnte. Die Teilnehmer wurden für diese Studie in vier Gruppen eingeteilt. Die erste Gruppe erhielt Multivitamine, die zweit Vitamin C, die dritte Vitamin E und die vierte Vitamin B. Bei zwei der drei Gruppen wurde zusätzlich Selen verabreicht.

Die Ergebnisse

Bei der Probanden-Gruppe, die Multivitamine und Selen zu sich nahmen, zeigte sich nach 24 Monaten ein geringeres Risiko, dass der Wert von 250 CD4-Zellen erreicht wird. Ebenso war auch die Sterberate in dieser Gruppe im Gegensatz zur Placebo-Gruppe weitaus geringer, beziehungsweise traten die Todesfälle erst später auf. Nebenwirkungen zeigten sich bei dieser Studie keine.