Es wurde nachgewiesen, dass die Zufuhr von Folsäure vor und während der Schwangerschaft auch das Risiko des Autismus reduzieren kann. Vor allem bei der Entwicklung der Nerven und deren Strukturen spielt Folsäure zu Beginn einer Schwangerschaft eine wichtige Rolle. Es wird den Frauen daher empfohlen, dass sie bereits vor der Schwangerschaft ausreichend Folsäure zuführen. Vor allem im ersten Drittel der Schwangerschaft sollte eine Folsäure-Ergänzung in Betracht gezogen werden. Das ist auch der Grund weswegen die Folsäure bereits in mehr als 50 Ländern obligatorisch bei Lebensmitteln zugesetzt wird. Diese Maßnahme zeigte bereits Erfolge, denn die Neuralrohrdefekte sind in diesen Ländern rückläufig. In

  • Deutschland

  • Österreich und

  • der Schweiz

wird diese Beimengung an Folsäure noch nicht durchgeführt, weswegen in diesen Ländern jeder selbst für die ausreichende Zufuhr sorgen muss.

 

Folsäure gegen Autismus

Bei dieser Studie in Norwegen stand nicht der Neuralrohrdefekt im Fokus, sondern der Autismus. Neben dem Asperger-Syndrom ist auch der atypische Autismus bekannt. Die Studie hatte alle Formen des Autismus im Blick. Die Studie zeigte allerdings bezüglich Folsäure nur beim frühkindlichen Autismus eine Überraschung. Bei Müttern, die Folsäure vor der Schwangerschaft einnahmen, erkrankten nur 0,10 Prozent der Kinder an Autismus. Wurde keine Folsäure zugesetzt, stieg die Rate auf das Doppelte an. Damit stand für die Wissenschaftler fest, dass mit der Zufuhr von Folsäure das Risiko von Autismus auf etwa 40 Prozent gesenkt werden kann. Allerdings konnten bisher keine Rückschlüsse auf die kausale Beziehung zwischen Autismus und Folsäure gezogen werden. Hierfür müssten noch weitere Studien durchgeführt werden.