eisenhaltige NahrungsmittelEisen

Eisen ist ein Mineralstoff, welches zu den Spurenelementen gehört. Spurenelemente sind für verschiedene Stoffwechselvorgänge im Körper unentbehrlich. Eisen ist zudem das Spurenelement, das im menschlichen Organismus am häufigsten vorkommt. Dabei befinden sich im Hämoglobin, dem roten Blutfarbstoff, rund sechzig Prozent.

Wirkungsweise von Eisen

Hämoglobin wird benötigt, um Sauerstoff im Körper zu transportieren. Da sich etwa sechzig Prozent des Eisens in diesem roten Blutfarbstoff befindet, wird die Notwendigkeit des Mineralstoffs deutlich. Eisen wird für jeden Atemzug und für die Hormon- und Botenstoffbildung gebraucht. Das Spurenelement stellt ebenso Energie in den Zellen bereit und macht den Menschen leistungsfähig und vital. Ist genügend Eisen vorhanden, zeigt sich das unter anderem an gesunden Nägeln, Haaren und an einem gesunden Hautbild. Das Spurenelement stärkt außerdem das Immunsystem. Eisen muss mit der Nahrung aufgenommen werden, da der Körper diesen Mineralstoff nicht eigenständig herstellen kann.

Vorkommen von Eisen

Eisen kommt in Lebensmitteln vor, wobei es entweder in zweiwertiger Form oder in dreiwertiger Form vorkommt. Der Darm kann aber nur die zweiwertige Form aufnehmen, während dreiwertiges Eisen zunächst im Körper transformiert werden muss. Lediglich rund zehn Prozent des Mineralstoffes, welches mit Nahrungsmitteln aufgenommen wird, kann vom Darm ins Blut gelangen. Mehr Eisen kann vom Darm nicht verwertet werden und wird ausgeschieden. Wenn das Eisen im Blut angekommen ist, wird es mittels Transferrin (ein Transporter für Eisen) an verschiedene Orte im Körper gebracht:

  • Muskeln,
  • Knochenmark,
  • Leber und Milz,
  • bestimmte Enzyme.

Um über genügend Eisen im Körper zu verfügen, müssen eisenhaltige Nahrungsmittel verzehrt werden.

Eisen Lebensmittel

Der größte Anteil an Eisen befindet sich in tierischen Lebensmitteln, wie beispielsweise in rotem Fleisch, Nieren und Leber. Daneben gibt es auch einige pflanzliche eisenhaltige Nahrungsmittel, unter anderem Getreide und grünes Gemüse. So spielt bei Eisenmangel die Ernährung eine wichtige Rolle, denn werden nicht in ausreichender Menge eisenhaltige Nahrungsmittel gegessen oder nicht richtig miteinander kombiniert, kann es zu gravierenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommen. Viele Menschen schaffen es nicht, ihren Eisenbedarf mit ihrer Ernährungsweise zu decken. Dann müssen Eisenpräparate eingenommen werden, um einen Mangel zu verhindern. (Mehr zu eisenhaltigen Lebensmitteln)

Eisenmangel

Wird mehr Eisen verloren als aufgenommen, entsteht ein Eisenmangel. Dabei spielt der Zusammenhang zwischen Eisenmangel und Ernährung eine bedeutende Rolle: Wird dem Körper nicht genügend Eisen zugefügt, verbraucht er zunächst das Eisen in den Speichern. Sind diese leer, kommt es zu typischen Mangelsymptomen, wie unter anderem Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, Kälteempfindlichkeit und viele weitere. Zudem sind Frauen durch den Blutverlust während der Menstruation oftmals von Eisenmangel betroffen. Es gibt noch weitere Ursachen für einen Eisenmangel, der dann mit speziellen Präparaten ausgeglichen werden muss, da ein Mangel verschiedene Krankheiten nach sich ziehen kann. (Mehr zu Eisenmangel)

Eisen Präparate

Wenn die Eisenaufnahme durch die Ernährung unzureichend ist, sollten Eisenpräparate eingenommen werden, die allerdings lediglich über einen gewissen Zeitraum genommen werden dürfen. Es gibt solche Präparate in Reformhäusern, Drogerien und Apotheken. Empfehlenswert ist es aber, mit dem Arzt abzusprechen, ob eine zusätzliche Eisenzufuhr notwendig ist und in welcher Dosierung dies geschehen soll. Ein gesunder Körper scheidet zu viel Eisen wieder aus, doch bei kranken Menschen kann es zur Überdosierung mit zum Teil lebensgefährlichen Folgen kommen. Außerdem können Nebenwirkungen bei der Einnahme von Eisenpräparaten auftreten:

Nebenwirkungen

  • Übelkeit
  • Verstopfung
  • Appetitlosigkeit
  • Stuhl färbt sich dunkel

Diese Nebenwirkungen sind meistens harmloser Natur, aber die Einnahme des Präparates muss trotzdem unterbrochen werden. Der Arzt oder Apotheker kann beispielsweise zu magenfreundlichen Präparaten raten. Personen, die unter Verstopfung leiden, sobald sie ein Eisenpräparat einnehmen, sollten mehr Wasser trinken. Dadurch kann oftmals schon einer Verstopfung vorgebeugt werden. Ebenso ist zu beachten, dass es zu Wechselwirkungen kommen kann. Die Wirkung mancher Medikamente wird durch ein Eisenpräparat reduziert und andererseits kann die Aufnahme von Eisen durch verschiedene Arzneimittel vermindert werden. Auch bei den Lebensmitteln gibt es Sorten, die eine Eisenaufnahme hemmen oder fördern.

  • Hemmende Mittel bei der Eisenaufnahme: Kaffee, schwarzer Tee, Milch, einige Antibiotika, entzündungshemmende Arzneimittel, Schmerzmittel.
  • Förderne Mittel bei der Eisenaufnahme: Vitamin C, Histidin.

Dosierung der Eisenpräparate

Da die Präparate in verschiedenen Dosierungen erhältlich sind, muss unbedingt der Beipackzettel mit den Dosierungsanleitungen gelesen werden. Um eine Überdosierung zu vermeiden ist es ratsam, nicht auf eigene Faust ein Eisenpräparat einzunehmen, sondern in Absprache mit einem Arzt. Er kann dann auch sagen, über welchen Zeitraum die Einnahme erfolgen sollte.

Überdosierung

Da gesunde Menschen ein zu viel an Eisen wieder ausscheiden, kommt es eher selten zur Überdosierung. Bei gesundheitlichen Störungen und Krankheiten kann es jedoch vorkommen, dass der Körper den Überschuss nicht ausscheidet und dann kann es sogar zur akuten Eisenvergiftung kommen. Vor allem für Kinder ist eine Überdosierung lebensbedrohlich. Bei einer Eisenvergiftung kommt es ungefähr eine halbe Stunde bis zwei Stunden nach der Einnahme des Eisenpräparates zu heftigem Erbrechen, Durchfall und starken Schmerzen im Magen. Es kann durch den Flüssigkeitsverlust zum Schock und schließlich zum Tod kommen. Bei vielen Betroffenen, die sich von diesen Symptomen wieder erholt haben, treten Krämpfe, starker Blutdruckabfall und manchmal eine schwere Leberentzündung auf.

Bei einer akuten Eisenvergiftung muss sofort der Notdienst gerufen werden.

Tagesbedarf an Eisen

Da Frauen jeden Monat durch die Menstruation viel Blut verlieren, haben sie einen höheren Tagesbedarf an Eisen als Männer. Der Tagesbedarf für Frauen vor den Wechseljahren liegt bei 15 mg. Schwangere benötigen 30mg Eisen und Stillende haben einen Tagesbedarf von 20 mg. Nach den Wechseljahren liegt der Tagesbedarf für Frauen bei 10mg. Männer benötigen 10 mg Eisen täglich.

 

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