Manchmal wird die Wirkung von Gingko bezüglich Demenz-Erkrankungen bezweifelt. Sogar von der WHO wurde die Wirkung von Gingko als antidementativ bezeichnet. Es wird allerdings auch kritisiert, dass die Zufuhr von Gingko in bestimmten Altersgruppen einen Schlaganfall begünstigen kann.

 

Die regelmäßige Einnahme ist wichtig

In Oregon konnte ein kleiner Beitrag bezüglich dieser Unklarheit geschaffen werden. Für die Studie wurden 118 Menschen im Alter von 85 Jahren und jünger herangezogen, welche keine Probleme beim Gedächtnis aufwiesen. Über einen Zeitraum von drei Jahren wurden 240mg Gingko Extrakt von den Teilnehmern eingenommen. Die zweite Gruppe erhielt lediglich ein Placebo. In dieser Gruppe zeigten sich im Laufe der Studie, dass 14 Probanden eine Gedächtnisstörung entwickelten. Im Vergleich zur Placebo-Gruppe zeigte sich allerdings, dass die Wahrscheinlichkeit an einer Gedächtnisstörung zu erkranken, um gute 60 Prozent niedriger lag. Daher konnte angenommen werden, dass die Einnahme von Gingko sehr wohl die kognitiven Fähigkeiten unterstützt.

Wie sieht es mit Schlaganfällen aus?

Bei der Studie konnte auch der Kritikpunkt der gehäuften Schlaganfälle festgestellt werden. Bei der Teilnehmer-Gruppe, welche Gingko einnahmen, zeigten sich sieben Schlaganfälle, während die Placebo-Gruppe davon verschont blieb. Da die leichten Schlaganfälle allerdings alle durch ein Blutgerinnsel ausgelöst wurden, konnten diese nicht mit einem verstärkten Blutfluss in Verbindung gebracht werden, was Gingko oft zugesprochen wird.

In Baltimore zeigte eine Studie wiederum, dass Gingko die Schädigungen am Gehirn, welche durch einen Schlaganfall verursacht werden, lindern kann.

Damit die Studienergebnisse weiter verfolgt werden können, fassen Wissenschaftler in diesem Bereich größere Studien ins Auge.