Es konnte nachgewiesen werden, dass die Einnahme von Folsäure vor und auch während der Schwangerschaft die Entwicklung des Kindes fördert und Missbildungen entgegenwirkt. Zudem wird angenommen, dass auch das Risiko für Hirntumore gesenkt werden kann. Die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) empfiehlt Frauen, die schwanger werden (können), dass diese Folsäure zuführen. Dabei legt die DGE eine Folsäure-Dosierung von etwa 450 bis 500mg pro Tag nahe. Vor allem in den ersten 12 Wochen der Schwangerschaft sei diese Zufuhr von Folsäure wichtig. So können das Risiko eines Neuralrohrdefektes um etwa 70 Prozent gesenkt werden. Neben diesem Sachverhalt zeigte sich bei einer Studie von 1986 bis 2008 allerdings noch ein weiterer wichtiger Aspekt. Auch zwei Krebsarten konnten durch die Folsäure-Zufuhr reduziert werden. Dies zeigte sich beim Nierentumor und beim neuroektodermalen Tumor, welche beide vor allem Kinder betreffen. Die Ergebnisse deckten sich mit einer weiteren Studie in Australien.

 

Die Studie

Für diese Studie wurden Mütter herangezogen, die Kinder mit und ohne Hirntumor geboren hatten. Dabei wurden Fragebögen ausgeteilt, damit die Forscher eruieren konnten, ob vor und während der Schwangerschaft Nahrungsergänzungsmittel zugeführt wurden. Dabei kamen die Wissenschaftler zu dem Schluss, dass die Einnahme von Folsäure vor und auch während der Schwangerschaft auch das Risiko eines Hirntumors senken kann. Es konnte zudem festgestellt werden, dass die Mütter, welche Folsäure zu sich nahmen auch ein weiteres Vitamin zuführten und schlossen damit nicht aus, dass es hier zu einem unterstützenden Effekt gekommen ist.

Eine Studie in Australien zeigte auf, dass die Zufuhr von Folsäure vor der Schwangerschaft die Bildung von Hirntumoren reduzieren kann.