Wenn es um die Senkung des Homocysteinspiegels geht, sind Cholin und Betain wahre Helfer. Steigt der Homocysteinspiegel an, wird vermutet, dass dieser für die Verkalkung der Arterien verantwortlich ist. Ebenso wird vermutet, dass sich dadurch Plaques auf Nervenzellen ablagern, welche zu Demenz und Alzheimer führen können. In einer Studie in Harvard zeigte sich, dass die Kombination von Betain und Cholin das Risiko für Herzinfarkte senken kann.

 

Cholin und Betain kommen in einer Reihe von Lebensmitteln vor. Cholin hat sein größtes Vorkommen in tierischen Produkten, während Betain vor allem in pflanzlichen Produkten vorkommt. Bisher gab es nur wenige Untersuchungen, welche die Wechselwirkung der beiden Stoffe im Fokus hatten. In Harvard wurde untersucht, welchen Einfluss Cholin und Betain auf den Homocysteinspiegel haben. Auch bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen spielt dieser Wert eine wichtige Rolle. Kann das Homocystein im Blutplasma um nur drei Mikromoll gesenkt werden, sinkt das Risiko eines Herzinfarktes um 16 Prozent.

Risiko könnte bis zu 10 Prozent gesenkt werden

Für diese Studie wurden insgesamt 1960 Probanden und deren Daten herangezogen, wobei sowohl Männer als auch Frauen beteiligt waren. Es wurde nicht nur der Ernährungsplan der Probanden berücksichtigt, sondern auch

  • das Alter

  • das Geschlecht

  • der Konsum von Genussmittel

  • Hypertonie und

  • regelmäßige Blutproben

 

Nach der Studie vermuteten Forscher, dass das Cholin und das Betain an das Homocystein eine Methylgruppe bindet, wodurch Methionin gebildet wird. Ebenso wird vermutet, dass durch die Aufnahme von Cholin und Betain, bei gleichzeitigem Verzehr von Vitamin B, der Homocystein-Spiegel gesenkt wird. Allerdings ist dieses Ergebnis für den Alltag kaum relevant, da bei ausgewogener Ernährung sowohl Cholin, Betain und Vitamin B mit den Lebensmitteln aufgenommen wird.