Wer Nahrungsergänzungsmittel zu sich nimmt, sollte immer darauf achten, dass es zu keiner Überdosierung von Vitaminen kommt. Selbst wenn diese ihren Nutzen haben, kann ein Zuviel zu Nebenwirkungen führen. Sobald sich negative Effekte im Organismus aufgrund der Zufuhr von Vitaminen verzeichnen lässt, kann von einer Überdosierung ausgegangen werden.

 

Wie wird die Obergrenze bestimmt?

Diese kann auf zwei unterschiedliche Art und Weisen bestimmt werden. Entweder zeigten sich bei Studien bei diesen Werten keinerlei Nebenwirkungen, oder die Ergebnisse der Studien wurden abgeleitet, ab welchem Wert sich Erscheinungen zeigten. Die Obergrenze wird durch den Tolerable Upper Intake Level (UL) geregelt. Dieser Wert ist vielfach kritisiert worden, wird aber ständig an die Ergebnisse der neuesten Studien angepasst. Dabei werden Werte von Vitaminen angeführt, die auch über einen längeren Zeitraum hinweg eingenommen werden können, ohne dass sich Nebenwirkungen zeigen. Der UL wurde mit Hilfe der Rechtsprechung auch verbindlich definiert.

Vitaminosen bei fettlöslichen Vitaminen

  • Vitamin A: Diese Überdosierung kommt nur selten vor. Um eine akute Überdosierung zu erreichen, sind binnen kurzer Zeit 0,5 bis 1,0 Millionen IE Vitamin A notwendig. Dieser Wert würde etwa zwei Kilogramm Rinderleber entsprechen. Wird Vitamin A in hohen Dosen über mehrere Monate hinweg eingenommen, können sich Erscheinungen wie beispielsweise Appetitlosigkeit, Haarausfall, Abschälen der Haut und Müdigkeit zeigen.

  • Vitamin D: Durch eine Überdosierung kommt es zu einer Anreicherung von Kalzium im Blutplasma. Es kann bei übermäßig langer Überdosierung infolge zu Harndrang, Durstgefühl, Völlegefühl, Erbrechen und Appetitlosigkeit kommen.

  • Vitamin E: Dieses Vitamin ist auch in hohen Dosen sehr untoxisch. Die Aufnahme von Vitamin A und K kann dadurch aber gesenkt werden. Vor Operationen sollte Vitamin E nicht in großen Mengen zugeführt werden, da es eine blutverdünnende Wirkung mit sich bringt.

  • Vitamin K: Auch bei langfristigen Überdosierungen zeigten Studien bisher keine Nebenwirkungen.