Nicht nur die Qualität sondern auch die Beweglichkeit der Spermien hat in den letzten Jahren abgenommen. Vor allem durch

  • die steigenden Belastungen aus der Umwelt

  • schlechte Nahrungsgewohnheiten und

  • oxidativer Stress

dürften laut Wissenschaftler der ausschlaggebende Grund für diese Ergebnisse sein. Zahlreiche Paare leben mit einem Kinderwunsch, der wohl nicht in Erfüllung gehen wird. Allerdings ist das Erschreckende daran, dass sich diese Zahl in den nächsten Jahren wahrscheinlich noch steigern wird. Mit Hilfe eines Spermiogramms kann das Ejakulat analysiert werden.

Die Studie

Bei einer großangelegten Studie, bei der mehr als 154.000 Spermienproben herangezogen wurden, zeigte sich ein erschreckendes Ergebnis. Das Sperma kam von Männern, die zwischen 18 und 70 Jahre alt waren. Die Untersuchung wurde über einen Zeitraum von 16 Jahren durchgeführt. Insgesamt wurden allerdings nur 26.600 Spermienproben untersucht, da die Wissenschaftler annahmen, dass es sich hierbei um einen repräsentativen Schnitt der Bevölkerung handeln könnte.

 

Die Ergebnisse

Bei der Studie zeigte sich in den 17 Jahren, dass die Anzahl der Spermien im Ejakulat jedes Jahr um etwa 1,9 Prozent absank. Auch die Morphologie der Spermien veränderte sich im Laufe der Jahre. Unverändert blieb hingegen die Beweglichkeit der Spermien. Dahingehend konnte im Laufe der 17 Jahre eigenartigerweise sogar eine Verbesserung bemerkt werden.

Die Forscher konnten zahlreiche Ursachen ausschließen, da diese auch die Beweglichkeit der Spermien beeinträchtigt hätten. Nur die Umweltfaktoren blieben am Schluss über. Die Schwermetalle und Umweltgifte gelangen mittels Nahrung in den Organismus. Es wird allerdings von den Forschern angenommen, dass die Realität noch schlechter aussehen könnte. Es wird empfohlen, dass Risikofaktoren weitgehend ausgeschaltet werden sollten, wenn ein Kinderwunsch besteht. Mt Hilfe von Aminosäuren, Vitaminen und Antioxidantien kann zudem die Spermienqualität wieder verbessert werden.