Europaweit ist Glucosamid als Nahrungsergänzungsmittel freigegeben. Allerdings ist dies auch gleichzeitig ein Medikament, welches bei der Behandlung von Arthrosen und Arthritiden eingesetzt wird.

 

Nahrungsmittel Glucosamid

Das Nahrungsergänzungsmittel wird gesunden Menschen gegeben, da es auch keine pharmakologische Wirkung mit sich bringt. Allerdings konnte in Studien aufgezeigt werden, dass Nahrungsergänzungsmittel sehr wohl eine Wirkung mit sich bringen. Es kann durchaus sein, dass ein Nahrungsergänzungsmittel über Jahre hinweg öffentlich zugelassen war. Zeigt sich aber in einer Studie, dass der Inhaltsstoff auch gegen Krankheiten hilft, wird das Nahrungsergänzungsmittel zu einem Medikament. Dabei geht der Status des Nahrungsergänzungsmittel allerdings nicht verloren. Daher kann ein Wirkstoff sowohl Nahrungsergänzungsmittel als auch Medikament gleichzeitig sein. Der bekannteste Vertreter ist an dieser Stelle sicher Gingko, welcher bei Demenz-Erkrankungen eingesetzt wird aber auch als Nahrungsergänzungsmittel. Vor allem bei der Verpackung ist ein Unterschied zu vermerken, denn bei einem Medikament müssen Wirksamkeit und Nebenwirkungen angeführt werden. Oft spielt auch die Dosierung eine Rolle.

 

Glucosamid und sein Doppelleben

In Deutschland und in Großbritannien wird Glucosamid erfolgreich bei Arthrose und bei Arthritiden eingesetzt. Bei Glucosamid ist die Sachlage bezüglich Medikament ein wenig anders. Die Pharmalobby zweifelt erstens immer noch die Wirksamkeit gegen Arthrose an. Allerdings hat der Hersteller alle Bedingungen für eine Zulassung erfüllt und versucht Glucosamid aus dem Bereich der Nahrungsergänzungsmittel entfernen zu lassen. Dennoch kämpfen Gegner gegen diesen Sachverhalt an. Sollte Glucosamid nur als Medikament zugelassen werden, könnten die Preise steigen, die Vielfalt bleibt aus und Kombinationspräparate könnten zu einem schweren Unterfangen werden.