Bei L-Ornithin handelt es sich um eine Aminosäure, welche bei Belastung den Ammoniakspiegel im Blutserum ansteigen lässt, wodurch eine Ermüdung verhindert werden kann.

Aminosäuren sind weitaus umfangreicher, als uns das eigentlich bewusst ist. Es gibt mehr als 400 Aminosäuren, welche nicht-proteinogen sind, und 23 proteinogene. Das L-Ornithin wird der Gruppe der nicht-proteinogenen Aminosäuren zugerechnet. Bei einer Studie in Japan stand diese Aminosäure im Fokus der Ernährungsforschung.

 

Im Harnstoffwechsel ein wichtiger Baustein

Mit Hilfe einer Doppelblindstudie wollten die Wissenschaftlern herausfinden, welche Wirkung diese Aminosäure auf die Teilnehmer hat. Der einen Kontrollgruppe wurde in einem Zeitraum von sieben Tagen eine Dosis von 2000mg L-Ornithin verabreicht. Am achten Tag wurden 6000mg L-Ornithin Hydrochlorid zugeführt. Die andere Teilnehmergruppe erhielt nur Placebos.

Durch die Studie wurden interessante Aspekte offenbart. L-Arginin wird durch das Enzym Arginase abgebaut. Daraus entsteht nicht nur Harnstoff, sondern auch L-Ornithin. Im Harnstoffwechsel übernimmt L-Ornithin die Funktion, dass überschüssiger Stickstoff beseitigt wird. Es wird daher angenommen, dass es diese Aminosäure ist, welche verhindert, dass der Ammoniakspiegel im Blutserum ansteigt.

 

Die Wirkung zeigte sich nur bei Probandinnen

Bei der Studie absolvierten alle Teilnehmer zweistündige Trainingseinheiten. Allerdings führten nur die weiblichen Probanden an, dass sie kaum eine Ermüdungserscheinung aufwiesen. Zwar konnte die Wirkung von L-Ornithin nur geschlechtsspezifisch nachgewiesen werden. Dennoch gehen die Wissenschaftler davon aus, dass auch bei Männern dieser Erfolg nach langfristiger Gabe erreicht werden kann.

Studien mit L-Ornithin sind immer schwierig, da diese Aminosäure in Nahrungsmitteln kaum vorkommt und daher auch ihre Wirkung nur schwer nachweisbar ist.