MagnesiumOatmeal in a green bowl

Rund zwanzig Gramm des Mineralstoffes Magnesium sind im Körper eines Erwachsenen enthalten. Der größte Teil davon lagert sich im Körpergewebe und in den Knochen ein und lediglich 0,3 Prozent befinden sich im Blut. Magnesium wird dem Körper mit Nahrungsmitteln zugeführt.

Wirkung von Magnesium

Magnesium wird besonders für die Muskelarbeit und Knochenbildung benötigt. Es hat die Funktion eines Koenzyms für mehr als dreihundert Enzyme und spielt somit eine wesentliche Rolle bei dem Energiestoffwechsel und bei der Produktion von Eiweißen. Magnesium ist an vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt und bei unzureichender Zufuhr kann es teilweise zu erheblichen Mangelerscheinungen kommen.

Magnesiummangel

Eine Unterversorgung mit Magnesium kann verschiedene Ursachen haben. Unter anderem entsteht ein Mangel durch zu geringen Verzehr von Magnesium Lebensmitteln, durch Alkoholismus oder durch die Einnahme bestimmter Medikamente. Die bekanntesten Symptome sind Muskel- und Wadenkrämpfe. Es gibt noch weitere Anzeichen eines Mangels, der immer behandelt werden sollte. (Mehr zu Magnesiummangel)

Magnesium Vorkommen

Magnesium ist sowohl in tierischen als auch in pflanzlichen Nahrungsmitteln enthalten. Dabei gibt es verschiedene Lebensmittel, die besonders viel Magnesium besitzen.

Magnesium Lebensmittel

Über 100 mg Magnesium pro 100 Gramm sind in Vollkornprodukten, Haferflocken, Kleie, Vollreis, Sesamsamen, grünem Gemüse, Sonnenblumenkernen und Nüssen enthalten.  Weitere Magnesium Lebensmittel, die zwischen 20 und 100 mg pro 100 Gramm enthalten, sind Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Fenchel, Meerrettich, Kohlrabi, Kartoffeln und Obst.

Außerdem verfügen einige Mineralwässer über einen hohen Gehalt an Magnesium.

Magnesium Präparate


In der Apotheke können rezeptfreie Magnesium Präparate gekauft werden. Ebenso sind Nahrungsergänzungsmittel im Handel zu bekommen. Preiswert sind Präparate als Magnesiumcarbonat, die in der Regel in Supermärkten oder Drogerien angeboten werden. Mit dieser Variante wird gleichzeitig auch ein Überschuss an Magensäure gebunden. In Apotheken erhält man meistens ein Magnesium Präparat mit organischen Säuren, wodurch die Bioverfügbarkeit optimiert wird. Weiterhin gibt es Granulate und ebenso Magnesium Pulver und Brausetabletten.

Besteht eine reduzierte Nierenfunktion, muss die Konzentration von Magnesium im Blut immer wieder vom Arzt kontrolliert werden.

Dosierung

Mit einem Präparat werden dem Körper in der Regel zwischen zweihundert und vierhundert Milligramm Magnesium täglich zugeführt. Aufgrund der möglichen Neben- und Wechselwirkungen sollte man sich vor der Einnahme vom Arzt oder Apotheker über die Dosierungshöhe beraten lassen. Optimal lässt man vorher beim Arzt feststellen, ob und in welchem Ausmaß ein Magnesium Mangel vorliegt.

Zu den möglichen Nebenwirkungen gehören Müdigkeit und Durchfall. Nimmt man gleichzeitig ein Eisenpräparat oder Antibiotika ein, sollten zwischen diesen Ergänzungsmitteln oder Medikamenten und der Einnahme des Magnesium Präparates zwei Stunden liegen.

Bei verschiedenen Erkrankungen wird Magnesium hochdosiert und mittels Infusion oder Injektion verabreicht. Die Höhe der Dosierung wird vom Arzt festgelegt.

 

Überdosierung

Normalerweise kann es nicht zur Überdosierung kommen, da überschüssiges Magnesium wieder ausgeschieden wird. Ist jedoch die Nierenfunktion herabgesetzt, kann es zu einem Überschuss kommen. Eine Überdosierung zeigt sich unter anderem an Durchfall, Lähmungserscheinungen, flacher Atmung, Übelkeit und/oder Erbrechen. Zudem wird die Erregbarkeit vom zentralen Nervensystem und den Muskeln herabgesetzt.

Tagesbedarf

Bei Erwachsenen liegt der Tagesbedarf an Magnesium zwischen 300 und 400 mg. Kinder bis zum Alter von vier Jahren benötigen täglich 24 bis 80 Milligramm und vom vierten bis zum fünfzehnten Lebensjahr sollten 120 bis 310 Milligram pro Tag aufgenommen werden.

Für Schwangere wird eine Menge von 310 Milligramm pro Tag empfohlen und stillende Mütter sollten 390 Milligramm Magnesium täglich aufnehmen.

Ein erhöhter Bedarf besteht oftmals bei älteren Menschen, da sie nicht mehr genug trinken sowie bei Sportlern, da mit dem Schweiß Magnesium ausgeschieden wird. Ebenso haben Diabetiker einen erhöhten Magnesiumbedarf.

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Magnesium ist ein wichtiger Mineralstoff. Magnesium kann nicht vom Körper selber produziert werden, daher sind Mangeerscheinungen nicht selten und sollten früh erkannt werden.

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