Mangel

Trotz einer Jodierung des Speisesalzes tritt der Jodmangel immer noch auf. Würde das Salz nicht mit Jod angereichert werden, würde die Zahl der Menschen, die einen Mangel haben, noch höher liegen. Der Mangel an Jod ist demnach in Deutschland trotz der Jodierung weit verbreitet. Dies führt dazu, dass die Schilddrüsenhormone im Blutplasma abnehmen. Daraus ergeben sich folgende Mangelerscheinungen:

  • Schwäche bei der Konzentration

  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit

  • ständiges Frösteln

  • Obstipation

  • Störungen bei der Menstruation

  • Komplikationen während der Schwangerschaft

Die Schilddrüse wächst zudem zu einem sogenannten Kropf an, damit der Jodmangel im Organismus ausgeglichen werden kann. Im schlimmsten Fall können sich daraus maligne Knoten entwickeln. Vor allem in der Schwangerschaft und in der Stillzeit kann es zu Komplikationen kommen, wenn zu wenig Jod zugeführt wird. Da das Ungeborene auf die Versorgung mittels Blut der Mutter angewiesen ist, treten Mangelerscheinungen bereits sehr früh auf. So kann es zu geistigen und körperlichen Entwicklungsstörungen beim Kind kommen.

 

Überjodierung

In zahlreichen Nahrungsmitteln ist eine künstliche Anreicherung von Job zu finden. Kritiker führen immer wieder an, dass aufgrund der Jodierung eigentlich kein Mangel besteht, wie dies in einigen Studien gezeigt wird, sondern dass die Bevölkerung eher an einer Überjodierung leidet. Seit 1993 dürfen Nahrungsmittel zudem ohne Kennzeichnung bezüglich Jod auf dem Markt verkauft werden. Nicht nur in industriell hergestellten Nahrungsmitteln scheinen hohe Mengen an Jod zu sein, sondern auch bei natürlichen Lebensmitteln wie beispielsweise Fleisch, Milch und Eier. Dies lässt sich damit begründen, dass die Tiere bei ihrer Aufzucht schon Jod in der Futter bekommen.

Da es sich bei diesem Jod allerdings um künstliches Jod handelt, kann dies für den Organismus scheinbar verheerende Folgen haben:

  • Ausschläge der Haut

  • Konjunktivitis

  • Herzrhythmusstörungen

  • Asthma

  • Schlafstörungen

  • Depressionen

  • Rast- und Ruhelosigkeit

  • Impotenz

Ebenfalls zeigen einige Studien auf, dass ein Zuviel an Jod vor allem die Krankheitsbilder hervorruft, gegen die es eigentlich vorgehen sollte. Es wird angenommen, dass einige Mangelerscheinungen nicht durch zu viel Jod hervorgerufen werden, sondern durch eine Störung bei der Verwertung.