Durch Sonnenlicht und die Zufuhr von Vitamin D kann das Risiko einer MS bei Kindern schon in der Schwangerschaft reduziert werden. Die Anzahl der Sonnenstunden, welche Mütter während ihrer Schwangerschaft genießen, haben auch einen positiven Effekt auf die Gesundheit des Kindes, wie eine Studie in London aufzeigte. Vor allem der Monat, in der die Geburt stattfindet, hat einen wichtigen Einfluss auf das Risiko einer MS. Deswegen ist das Risiko bei Kindern, die im Oktober auf die Welt kommen am geringsten. Dabei wird ein Zusammenhang zwischen dem UV-Licht und dem Niveau von Vitamin D bei der werdenden Mutter aufgezeigt. Je nördlicher die Mutter demnach bei ihrer Schwangerschaft lebt, desto mehr steigt das Risiko, dass das Kind an einer MS erkranken wird. Deswegen raten Wissenschaftler an, dass schwangere Frauen auf keinen Fall auf die Zufuhr von Vitamin D während der Schwangerschaft vergessen sollten.

 

MS-Risiko kann mit Vitamin D um 5 Prozent gesenkt werden

Je nördlicher die Mütter während ihre Schwangerschaft leben, desto mehr steigt das Risiko von MS. Auch bei Kindern, die im April zur Welt kommen, steigt das Risiko um 5 Prozent an. Hingegen nimmt das Risiko bei Kindern im Oktober um diese Prozent ab. Da nicht jede schwangere Frau ihre Schwangerschaft im sonnigen Süden verbringen kann, sollte vor allem in den nördlichen Breitengraden auf eine ausreichende Zufuhr von Vitamin D geachtet werden.

 

Wirkmechanismen

Generell scheint es eine Verbindung zwischen MS und dem Vitamin D zu geben. So fanden Wissenschaftler in Toronto heraus, dass die Zufuhr von 14.000IE Vitamin D Schübe von MS verhindern konnten. Allerdings ist bei diesen Dosierungen Vorsicht geboten und sollten nicht selbst angewendet werden, da diese weit über der empfohlenen Dosis liegen. Trotz der hohen Dosierung zeigten sich bei der Dissertation in Toronto allerdings keine Nebenwirkungen.