Bei der Gehirnleistung zeigen Multivitamine einen effektiven Erfolg. 56 ältere Frauen wurden bei der Studie über 16 Wochen hinweg beobachtet und untersucht. Demgegenüber gab es eine Probanden-Gruppe, die lediglich Placebos erhielt.

Die Studie

Die Studie war nicht nur

  • doppelblind, sondern zudem auch

  • placebo-kontrolliert und

  • randomisiert

Es wussten daher weder die Probanden noch die Wissenschaftler wer das Placebo erhielt. Per Zufall wurden die Teilnehmerinnen in zwei Gruppen eingeteilt. Da die subjektive Beeinflussung ausgeschlossen werden kann, stellen diese Formen von Studien sehr gute Ergebnisse dar. Damit die geistige Aktivität bestimmt werden konnte, setzten die Forscher das SSVEP ein. Dabei handelt es sich um ein neurologisches Verfahren, das sehr komplex ist. Bei der Wahrnehmung von optischen Reizen werden dabei in unterschiedlichen Frequenzen die Hirnaktivitäten gemessen. Bei den Frauen, die das Multivitamin-Präparat erhielten, zeigte sich im Gegensatz zur Placebo-Gruppe dabei eine Verzögerung der SSVEP Latenz. Dies ist als Hinweis dafür zu sehen, dass die kognitiven Fähigkeiten gesteigert und präzisiert werden.

 

Wirkmechanismus

Da die Präparate aus zahlreichen Einzelstoffen bestanden, konnten die Forscher allerdings nicht die Wirksamkeit der einzelnen Bestandteile aufzeigen. Es zeigte sich allerdings eine Senkung des Homocysteins. Dabei handelt es sich um eine Aminosäure, welche sich als sogenannte Plaques absetzen und das Risiko für eine Demenz steigern kann. Um die genauen kausalen Zusammenhänge der Multivitamine nachweisen zu können, werden noch weitere Studien notwendig sein.