Kreatin ist eine Aminosäure, welche vor allem in Bodybuilderkreisen bekannt ist. Zwar ist die Wirkung auf den Muskelaufbau bereits bekannt gewesen, allerdings zeigte eine Studie, dass auch der oxidative Stress damit angekurbelt wird. Vor allem bei hohen Dosierungen zeigte sich, dass Kreatin bis auf Blähungen keine Nebenwirkungen mit sich zieht.

 

Die Studie

In Brasilien zeigte eine Studie, dass sich Kreatin auch auf den oxidativen Stress auswirken kann. Bei der Studie nahmen 26 junge Männer eine Handballmannschaft teil. Eine Gruppe erhielt Kreatin, wobei die Dosis bereits nach vier Tagen erhöht wurde, die zweite Gruppe erhielt lediglich Placebos. Ebenso wurde eine dritte Gruppe untersucht, welche weder Placebos noch Kreatin erhielt.

Freie Radikale werden vermehrt ausgeschüttet

Bei der Studie zeigten sich eindeutige Ergebnisse bezüglich der Muskelkraft, denn nur die Kreatin-Gruppe konnte Fortschritte verzeichnen. Allerdings steigerten sich auch der oxidative Stress, welcher zellzerstörend wirkt, und die freien Radikale. Bei einer Untersuchung des Harnstoffes, des Gewichtes und dem Körperfettanteil ließen sich allerdings keine Veränderungen feststellen. Es wird daher angenommen, dass die Muskelkraft gesteigert wird, aber die Zusammensetzung des Körpers dabei nicht verändert wird. Es könnte durchaus sein, so die Forscher, dass dem Körper aufgrund der erhöhten Zufuhr von Kreatin, eine Situation der Verteidigung vermittelt wird, wodurch freie Radikale vermehrt ausgeschüttet werden.