In Tierversuchen konnte nachgewiesen werden, dass Omega-3-Fettsäuren die Symptome von ADHS lindern können. Bei ADHS handelt es sich um eine Erscheinung, welche sehr diffuse Symptome bei Kindern mit sich bringen kann. Bei Tests mit Ratten, welche an der Universität in Oslo durchgeführt wurden, zeigten sich beim Einsatz mit Omega-3-Fettsäuren Verbesserungen. Allerdings ist bis Dato noch unklar, inwieweit sich diese Erfolge auch bei Versuchen mit Menschen zeigen könnten.

Wie verlief der Versuch bei den Ratten?

Ratten können SHR aufweisen, wobei nicht nur Bluthochdruck auftritt, sondern auch ähnliche Symptome wie bei ADHS zeigen. Bereits vor Eintritt der Schwangerschaft wurde den weiblichen Ratten eine erhöhte Menge an Omega-3-Fettsäuren zugeführt. Diese Zufuhr wurde nicht nur während der Schwangerschaft, sondern auch bis nach der Säugung der Jungen beibehalten. In einer Kontrollgruppe erhielten die weiblichen Ratten keine Omega-3-Fettsäuren. Ab dem Moment der Trennung der Jungtiere von den Müttern begannen die Beobachtungen. Bei SHR-Ratten kann sich bei Jungtieren eine Mutation bilden, welche sich in Form von Bluthochdruck zeigt und mit Symptomen, welcher dem ADHS ähneln, in der Anfangsphase einhergeht.

Bei den Tests konnte festgestellt werden, dass die Jungtiere, welche von Beginn erhielten Omega-3-Fettsäuren einen erhöhten Dopamin- und Serotoninspiegel aufwiesen. Ebenso zeigte sich eine Minderung des Restless-Legs-Syndroms, welches mit unruhigen Beinen einhergeht. Auch bezüglich dem Verhalten zeigten sich Veränderungen im Vergleich zur Kontrollgruppe. Konzentrationsübungen konnten von den Jungtieren mit der Omega-3-Fettsäure-Therapie weitgehend besser ausgeführt werden. Auch die Aufmerksamkeitsstörung konnte gesteigert und die Hyperaktivität reduziert werden. Allerdings zeigten nur männliche Ratten diese Erfolge.