Für den Stoffwechsel von Kalzium ist Vitamin D essentiell. Damit die Struktur und Festigkeit der Knochen gegeben ist, wird vom Organismus Kalzium benötigt. In der Altersgruppe der Menschen über 50 Jahre besteht allerdings bei mehr als 90 Prozent ein Mangel an Vitamin D. Bei einer Studie zeigte sich, dass ein Vitamin D Mangel nicht nur Folgen bei der Mineralisierung der Knochen mit sich bringen kann, sondern auch Folgen für das gesamte Knochengewebe mit sich ziehen kann.

 

Beschleunigte Knochenalterung ist für Frakturen verantwortlich

Den deutsch-amerikanischen Forschern standen 30 Probanden zur Verfügung, bei denen die Hälfte einen Serumgehalt von weniger als 30 Nanogramm aufwiesen. Bei dieser Studie wurde vor allem die Qualität der Knochen untersucht. Mit Hilfe von neuesten bildgebenden Verfahren wie der CT-Schichtaufnahme, konnte die Knochenqualität untersucht werden. Es zeigte sich, dass die Knochen der Probanden, die an einem Kalzium-Mangel litten, an der Oberfläche geringer mineralisiert waren. In der Tiefe hingegen wiesen diese eine stärkere Mineralisierung auf. Allerdings waren diese Bereiche von kollagenen Fasern umschlossen, weswegen diese für die Osteoklasten nicht zu erreichen waren. Osteoklasten versorgen die Knochensubstanz mit Kalzium.

 

Die Ergebnisse

Die Folge daraus waren Knochen, die nicht nur schneller alterten, sondern auch spröde wurden. Auch die gesamte Mineralisierung wurde verringert. Es wird davon ausgegangen, dass die Knochenbrüche nicht durch eine zu geringe Mineralisierung hervorgerufen werden, sondern dass hier vor allem das schnelle Altern der Knochen die Ursache darstellt. Die Forscher konnten zudem nachweisen, dass nicht nur der Kalzium-Mangel eine Rolle spielt, sondern auch die Unterversorgung von Vitamin D.

Vor allem ältere Menschen leiden an einem Vitamin D Mangel und infolge auch an den Begleiterscheinungen des Kalzium-Mangels. Dies begründet darauf, dass nicht nur zu wenig Vitamin D zugeführt wird, sondern dass die Haut aufgrund von Veränderungen nicht mehr ausreichend Sonnenlicht aufnehmen kann. Dadurch bleibt die Umwandlung von Vitamin D aus. Deswegen sollte eine erhöhte Zufuhr von Vitamin D bei älteren Menschen, aber auch bei jungen als Prophylaxe, auf jeden Fall in Betracht gezogen werden.