Mit Hilfe von Pinienrindenextrakt kann die Gesundheit der Gefäße in der Netzhaut verbessert werden. Eine Studie konnte belegen, dass bereits nach zwei Monaten eine Verbesserung der Sehschärfe verzeichnet werden konnte. Die Retinopathie ist eine der häufigsten Begleiterscheinungen von Diabetes. Bei diesem schleichenden Prozess werden kleine Gefäße zerstört, wodurch es zu einer Abnahme der Sehschärfe kommt. Etwa zwei Prozent der Diabetiker verlieren im Laufe der Jahre so ihr Augenlicht.

Die Häufigkeit eines Diabetes ist in Deutschland seit dem Jahr 2000 um rund 50 Prozent gestiegen. Nun belegte eine Studie aus Italien, dass Pinienrindenextrakte den Blutfluss in der Netzhaut verbessern. Dadurch zeigte sich auch eine Verbesserung der Sehschärfe.

 

Die Studie

Für die Studie wurden 46 Probanden gewählt. Eine Gruppe erhielt Pinienrindenextrakt, die andere lediglich ein Placebo. Die Teilnehmer litten bereits mehr als vier Jahre an einem Diabetes und zeigten bereits die ersten Anzeichen einer Retinopathie. Am Ende der Studie konnte bei 75 Prozent der Teilnehmer, welche Pinienrindenextrakt erhielten, eine Verbesserung der Sehschärfe verzeichnet werden.

Der Erfolg wird auf die Stimulation des Enzyms Stickstoffmonoxid-Synthase zurückgeführt. Dadurch kann die Funktion der Endothelzellen in der Wand der Gefäße gesteigert werden. Die Blutgefäße erweitern sich und es kommt zu einer besseren Durchblutung. Es wird zudem angenommen, dass Pinienrindenextrakte auch MMP-Enzyme hemmt, wodurch die Ödembildung in den Augen reduziert werden kann.