Die positive Wirkung von Gingko-biloba wird schon seit Jahren heiß diskutiert. Studien haben aufgezeigt, dass es zwar eine Verlangsamung der Demenz durch Gingko-biloba gibt, diese ist allerdings nicht signifikant. Dennoch wird die Zufuhr von Gingko Extrakten empfohlen.

Die Blätter und die Extrakte werden bereits hunderte von Jahren zu prophylaktischen und heilenden Zwecken in der Medizin eingesetzt. Es kann nicht nur der Blutfluss unterstützt werden, sondern freie Radikale werden abgefangen, die Durchblutung wird angeregt und die Nervenzellen werden vor einem Abbau geschützt. All diese positiven Effekte sprechen auch dafür, dass Gingko Extrakte auch eine Auswirkung auf das Gehirn mit sich bringt.

In diesem Fall steht natürlich die Behandlung von Demenz und Alzheimer im Fokus. Schon seit Jahren versucht die Forschung einen wirksamen Stoff gegen das Fortschreiten des kognitiven Verfalls zu finden. Dabei ist bis Dato keine Heilung zu erwarten. Deswegen steht im Fokus des Interesses, dass der Ausbruch der degenerativen Erkrankung möglichst verzögert und die Symptome gelindert werden können.

 

Die Studie

In Toulouse wurde eine Doppelblindstudie ins Leben gerufen. Es nahmen mehr als 2800 Probanden über 70 Jahre teil, welche bereits wegen kognitiver Beeinträchtigung in Behandlung waren. Die Probanden wurden in zwei Gruppen geteilt, wobei nur eine Gingko erhielt. Das Präparat wurde zweimal täglich eingenommen. Alle drei Monate gab es eine ärztliche Untersuchung. Nach fünf Jahren zeigte sich, dass auch bei der Gingko-Gruppe Alzheimer auftrat. Zwar waren es in dieser Gruppe weniger Betroffene als in der Placebo-Gruppe. Dennoch zeigte Gingko nicht den gewünschten Erfolg. Es konnte zudem auch kein großer Unterschied bezüglich vaskulärer Veränderung aufgezeigt werden. Bei Probanden, welche Gingko über vier Jahre hinweg einnahmen, zeigte sich allerdings eine Verringerung der Symptome der Demenz. Deswegen werden für die Zukunft längere Studien in Betracht gezogen.