Bei Aminosäuren handelt es sich um die einzelnen Bestandteile von Proteinen. Im Körper stellen Proteine und deren Einzelbestandteile die Aminosäuren, neben dem Wasser, den Stoff dar, welcher am häufigsten vorkommt.

Die Aminosäuren stellen wichtige Bausteine in Muskulatur, Haaren, Haut, Bändern und Sehnen dar. Diese Bestandteile erfüllen aber auch noch einen anderen Zweck, denn sie sind zudem für das Immunsystem zuständig und bilden eine Grundsubstanz für zahlreiche Enzyme und Hormone. Ebenso zeigen sich Aminosäuren in den Bluteiweißkörpern, wobei ihnen eine wichtige Funktion bezüglich Transport zu teil wird. Neben diesen Funktionen sind Aminosäuren wichtige Bestandteile in Zellmembranen, sind Träger von unterschiedlichen Erbinformationen und schützen die Nervenbahnen mit einer Myelinschicht.

Vor allem im Kraftsport sind Aminosäuren sehr bekannt. Mit deren Hilfe kann der Aufbau der Muskelmasse unterstützt werden. In diesem Bereich sind es vor allem die sogenannten BCAA und das Kreatinin, welche immer wieder verwendet werden. Bei den BCAA handelt es sich um Aminosäuren, welche verzweigt verkettet sind. Die meisten Bodybuilder schwören auf diese Form der Nahrungsergänzung. Was bisher ein wenig außer acht blieb – auch die Forschung hat sich den Aminosäuren stark gewidmet. Es konnten in den letzten Jahren zahlreiche Vorgänge im Stoffwechselsystem entdeckt werden, welche mit Hilfe von Aminosäuren unterstützt werden. Hier sind vor allem die erektile Dysfunktion und der Haarausfall zu nennen.

Die Ernährungsmedizin forscht in diesem Bereich

Aminosäuren stehen erst seit den 1970er Jahren im Fokus der Ernährungsmedizin. Im Sportbereich werden Aminosäuren seit den 1980er Jahren untersucht. Vor allem die Leistung, die Ausdauer und die Regeneration spielen im Sport eine wichtige Rolle und sind immer abhängig von der Ernährung. Dabei spielen vor allem Aminosäuren eine wichtige Rolle wenn es um einen Baustoff für die Muskeln und das Gewebe oder um einen Energielieferanten geht.