Bei einem Tierversuch zeigte sich, dass die Gabe von Folsäure in der Schwangerschaft auch das Risiko der Fettleibigkeit reduzieren kann. Neben der Reduzierung eines Neuralrohrdefektes zeigte eine Studie in Toronto einen weiteren positiven Faktor von Folsäure. Wird Folsäure über der Empfehlung von 400mg täglich in der Schwangerschaft eingenommen, kann das Risiko einer späteren Adipositas erhöht werden. Dies sollte aber schwangere Frauen nicht davon abhalten, dass während der Schwangerschaft Folsäure zugeführt wird, denn die Schädigung eines Neuralrohrdefektes liegt weitaus höher als die Adipositas.

 

Die Studie

Die Studie wurde mit Hilfe von Ratten durchgeführt. Bei den Muttertieren erhielt die Hälfte die empfohlene Tagesdosis, die andere bekam die zehnfache Dosis. Nach der Geburt wurde den männlichen Jungen ebenfalls entweder die empfohlene Dosierung oder eine zehnfachen Dosis zugeführt. Die Jungen, welche die empfohlene Dosis erhielten, benötigten mehr Futtermengen. Die Ratten, welche eine höhere Dosierung erhielten, kamen mit weitaus weniger Futter aus. Die geringe Zufuhr an Nahrung wirkte sich auch beim Körpergewicht aus. Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass die Einnahme von Folsäure vor, während und nach der Schwangerschaft auch das Gewicht des Kindes korrigieren könnte.

Es wurde zudem festgestellt, dass selbst nach dem Abstillen Veränderungen im Hypothalamus stattfinden. Das bedeutet wiederum, dass die Nachkommen der Ratten, welche zu Fettleibigkeit neigten, durch die hohe Gabe von Folsäure noch in ihrer Tendenz zur Adipositas umgekehrt werden konnten.