Eine amerikanische Studie zeigte, dass die Sterblichkeit bei Kindern vor allem durch Eisen und Folsäure gesenkt werden kann. Vor allem in den Entwicklungsländern zeigt sich diese durch Anämien und Blutarmut. Es wird angenommen, dass mehr als 40 Prozent der Frauen an diesen beiden Erscheinungen leiden. Bei der Studie wurde sich allerdings nicht nur auf Babys und Säuglinge beschränkt, sondern Kinder bis zum siebten Lebensjahr eingeschlossen. Werden Mütter in der Schwangerschaft und in der Stillzeit ausreichend mit Eisen und Folsäure versorgt, sinkt auch das Risiko der Kindersterblichkeit.

 

Die Studie

Die Studie wurde in Nepal durchgeführt. Mehr als 5000 Frauen aus dem ländlichen Bereich nahmen an der Studie teil. Die Frauen wurden in fünf Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe erhielt nur Eisen, eine zweit Eisen und Folsäure, die dritte eine Kombination mit Zink, die vierte erhielt eine Mischung aus Mikronährstoffen, die fünfte lediglich Vitamin A. Bei der Gruppe der Frauen, welche Eisen und Folsäure erhielt, lag die Sterblichkeit bei der Geburt am niedrigsten. Auch bei den anderen Gruppen, welche Eisen und Folsäure in unterschiedlichen Kombinationen erhielten, senkte sich die Sterblichkeitsrate. Damit konnte bewiesen werden, dass Folsäure und Eisen sehr wohl einen Einfluss auf die Sterblichkeitsrate haben.

Die Wissenschaftler empfahlen aufgrund der Studie, dass weltweit für eine bessere Versorgung von Eisen und Folsäure gesorgt werden sollte. Die Einnahme von Folsäure kann prophylaktisch einfach erfolgen. Bei Eisen sollte eine höhere Dosierung allerdings nur unter ärztlicher Kontrolle erfolgen, da es zu toxischen Auswirkungen kommen kann. Als sinnvolle Nahrungsergänzung liegt die Menge von Eisen bei schwangeren Frauen in etwa bei 14mg Eisen.