L-Tryptophan ist eine Aminosäure, welche wichtige Funktionen im Körper übernimmt. Sie wandelt den Neurotransmitter Serotonin um und sorgt somit für eine stimmungsaufhellende Wirkung. Ebenso wird auch die Synthese des Vitamins B3 unterstützt, wodurch dieser Aminosäure auch beim Stoffwechsel wesentliche Aufgaben zukommen. Sie stellt demnach eine wichtige Funktion beim Eiweiß-, Fett-, und Kohlenhydratstoffwechsel dar. L-Tryptophan ist zudem am Aufbau von Geweben und den Struktureiweißen beteiligt.

Der tägliche Bedarf

Der Bedarf an L-Tryptophan ist individuell verschieden und kann im Vorfeld schwer eingeschätzt werden. Im Schnitt liegt der tägliche Bedarf bei etwa 3,5 bis 6mg pro Tag. Es wird heute allerdings bereits angenommen, dass L-Tryptophan aufgrund von Stress, Hektik und auch ungesunder Ernährung nicht mehr nur durch die Zufuhr von Nahrungsmittel gedeckt werden kann. Deswegen ist es notwendig, dass manche Menschen L-Tryptophan zusätzlich zuführen.

 

Wo ist L-Tryptophan enthalten?

Diese Aminosäure ist nicht nur wasserlöslich, sondern ist zudem sehr resistent gegen Hitze. Das ist auch der Grund weswegen L-Tryptophan beim Kochen kaum verloren geht. Es wird allerdings nur ein geringer Teil des zugeführten L-Tryptophan vom Körper aufgenommen, da es nur in gebundener Form vorkommt. Große Mengen an L-Tryptophan sind in folgenden Lebensmitteln zu finden:

  • Sojabohnen

  • Walnüsse

  • Cashew-Nüsse

  • Erbsen (getrocknet)

  • Haferflocken

  • Eier

  • Kuhmilch, sofern diese 3,8 Prozent Fettanteil aufweist

  • Kakaopulver (ungesüßt)

  • roher Lachs

  • rohes Schweinefleisch

Mangel

Der Mangel von L-Tryptophan kann sowohl zu Angststörungen, Depressionen und Stimmungsschwankungen führen, da unterschiedliche Funktionen zwischen den Botenstoffen im Körper nicht umgesetzt werden können. Studien haben belegt, dass die Zufuhr von L-Tryptophan auch eine Stabilisierung der Psyche mit sich bringt. Aufgrund der Destabilisierung des Serotonin-Spiegels kann es bei einem Mangel auch zu Schlafstörungen und Problemen beim Einschlafen kommen. Ebenso können sich bei einem L-Tryptophan-Mangel auch die Symptome des Reizdarmes verstärken.

 

Blutfette können gesenkt werden

Im Jahre 2010 belegte eine Studie, dass Präparate mit L-Tryptophan die Blutfette senken und zudem die Beschwerden, welche damit verbunden sind, reduzieren. Die Probanden zeigten bei täglicher Gabe eine deutliche Besserung.

Überdosierung

L-Tryptophan zeigt trotz hoher und langfristiger Dosierungen keine toxische Wirkung. Daher ist eine Überdosierung mit dieser Aminosäure ausgeschlossen. Dennoch ist L-Tryptophan in Deutschland nicht als freizugängliche Nahrungsergänzung zu kaufen, sondern ist lediglich als Medikament erhältlich.