Bei S-Adenosylmethionin handelt es sich um eine Aminosäure, welche im körperlichen Stoffwechsel aktiv ist. Sie ist eine Form des L-Methionins, welche ebenfalls eine Aminosäure darstellt. Der Körper kann S-Adenosylmethionin allerdings nicht selbst herstellen.

Funktionen

Bei S-Adenosylmethionin handelt es sich um einen wichtigen Methylgruppenspender. Diese Aminosäure beeinflusst den Adrenalin-, Serotonin-, und Histaminstoffwechsel. Für Entgiftungsvorgänge im Körper ist diese Aminosäure essentiell. Ebenso stellt diese einen wichtigen Baustein für den Enzymstoffwechsel dar. Auch für die Verarbeitung von Nervensignalen und Fetten ist diese Aminosäure wichtig.

 

Wo kommt S-Adenosylmethionin vor?

Über die Nahrung wird ausreichend S-Adenosylmethionin vom Körper aufgenommen. Große Vorkommen sind vor allem in folgenden Nahrungsmitteln zu finden:

  • Sojasprossen

  • Rosenkohl

  • Spinat

  • Geflügel

  • Leber

  • Eigelb

  • Quark

  • Käse

Der tägliche Bedarf von S-Adenosylmethionin ist bis Dato nicht genau ermittelt, dürfte allerdings zwischen 700 und 1500mg liegen.

Nebenwirkungen

Diese Aminosäure weist bei Dosierungen bis zu 1500mg täglich keine Nebenwirkungen auf.

Anwendung

Die Aminosäure S-Adenosylmethionin ist gut erforscht. Es gibt mehr als 7000 Studien, welche sich mit deren Effekte und Auswirkungen befasst haben. Vor allem bei Karzinomen, Alzheimer, Depressionen und Arthrosen konnten gute Effekte nachgewiesen werden.

S-Adenosylmethionin gegen Arthrose

Eine Studie aus dem Jahre 2004 verglich die Wirkung von S-Adenosylmethionin mit der eines Schmerzmittels. Die Studie wurde über 16 Wochen hinweg durchgeführt. Die Probanden erhielten entweder 200mg eines Schmerzmittels oder 1200mg S-Adenosylmethionin. In den ersten vier Wochen zeigte das Schmerzmittel eindeutig bessere Ergebnisse. Allerdings war die Wirkung von S-Adenosylmethionin bereits nach acht Wochen vergleichbar mit dem Schmerzmittel. Sowohl S-Adenosylmethionin als auch das Schmerzmittel zeigten Verbesserungen bei Schmerzen und Beweglichkeit.