Bei Taurin handelt es sich um eine Aminosäure, welche farblos und kristallin ist. In der Ernährungsforschung ist diese nicht-proteinogene Aminosäure bereits sehr gut erforscht. Sie fängt freie Radikale auf, das sie eine starke antioxidative Wikrung aufweist. Vor allem in Energy-Drinks erlangte diese Aminosäure große Bekanntheit. Allerdings wird mit diesen Drinks lediglich ein Bruchteil der benötigten Menge zugeführt.

Vorkommen im Körper

Im menschlichen Körper liegt diese Aminosäure in Gramm pro Kilogramm Körpergewicht vor. Neben L-Glutamin ist Taurin die am häufigsten vorkommende Aminosäure. Die höchste Konzentration ist im Herzen, Gehirn, Zentralnervensystem, Thrombozyten, Leukozyten und in der Skelettmuskulatur zu finden.

Die Wirkung

Taurin ist ein wichtiger Bestandteil einer Vielzahl an kleinen Proteinen und Botenstoffen. Diese Aminosäure sorgt für folgende Funktionen:

  • Die Nervenfunktion wird unterstützt

  • Taurin ist ein Neurotransmitter im Gehirn

  • Freie Radikale werden bekämpft

  • Das Herz wird gestärkt und beruhigt

  • Gallensäurebildung

  • Fettstoffwechsel wird unterstützt

  • Der osmotische Druck im Auge wird reguliert

  • Schutz vor Schädigungen der Zellwand

 

Täglicher Bedarf

Da der Körper Taurin selbst herstellen kann, liegen bezüglich Bedarfsmengen kaum Angaben vor. Deswegen ist der Körper nicht auf die Zufuhr von außen angewiesen. Bei Säuglingen und Neugeborenen wird der Bedarf über die Muttermilch gedeckt. Bei unterschiedlichen Krankheitsbildern wie beispielsweise Niereninsuffizienz, Degeneration der Makula, Diabetes, Mukoviszidose und auch beim Hochleistungssport werden allerdings zusätzliche Substitutionen von Taurin empfohlen.

Wo ist Taurin enthalten?

Diese Aminosäure ist vor allem in tierischem Eiweiß vorkommend.

  • Fisch

  • Muskelfleisch

  • Eier

  • Käse

  • Innereien

Mangel

Bei einem Mangel kann es zu Netzhautdegeneration, Wachstumsstörungen, Schwäche des Immunsystems und Kardiomyopathien kommen. Zudem werden Gewebeschäden, welche durch Chlor oder Aldehyde verursacht werden, begünstigt. Vor allem eine langfristige vegane Ernährung kann Ursache für einen Mangel sein.

 

Nahrungsergänzungsmittel

 Taurin kann unterschiedliche Symptome lindern:

  • Probleme mit der Galle

  • Kopfschmerzen (chronische)

  • Erkältungen (chronische)

  • Schwierigkeiten bei der Konzentration

  • Lethargien

Allgemein ist Taurin gut verträglich, kann aber zu leichter Magenverstimmung oder Schläfrigkeit führen. Die Leistungssteigerung, welche dieser Aminosäure nachgesagt wird, konnte bis Dato nicht belegt werden.