Vitamin B2 ist auch unter dem Namen Riboflavin bekannt und zählt zu den wasserlöslichen Vitaminen. Es ist relativ empfindlich gegenüber Licht und löst sich nur schwer in Wasser auf. In der Nahrung bleibt es auch beim Kochen beinahe vollständig erhalten. Es ist nicht nur stabil gegen Hitze, sondern auch gegen Sauerstoff. Vitamin B2 kann nur von Pflanzen gebildet werden. Einige Mikroorganismen wie beispielsweise Hefe können Riboflavin aber auch bilden. Das Riboflavin kann vom Organismus nur in gewissen Kapazitäten aufgenommen werden und wird nur in geringen Mengen aktiv.

Funktionen

  • Zentrale Rolle beim Stoffwechsel

  • erleichtert die Arbeit einiger Enzyme

  • Als Baustein von einigen Coenzymen unterstützt es zudem die Umwandlungen einiger Substanzen und Stoffe

  • Energiegewinnung bei Fetten, Eiweiß und Kohlehydraten

  • Zellatmung wird gesteuert

  • Wichtige Funktion bei der Biosynthese

  • Erleichtert die Umwandlung von einigen Nährstoffen wie beispielsweise Fettsäuren und körpereigenem Protein

  • Reduziert das Risiko für Migräneanfälle

  • Wichtiger Faktor bei Haut, Haaren und Nägeln

  • Bildung von Blutkörperchen

  • Wichtig beim Immunsystem, da es die Abwehr stärkt

  • Schafft Gleichgewicht bei Abbau und Synthese

  • Wirkt gegen Drogen und Umweltgifte, indem diese Stoffe abgebaut werden

Vorkommen

  • Milch

  • Milchprodukte

  • Broccoli

  • Vollkornprodukte

 

Mangel

Über die Ernährung selbst kann der Bedarf an Vitamin B2 kaum gedeckt werden. Daher sollten auch Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden. Vor allem schwangere Frauen erleiden häufig einen Vitamin B2 Mangel. Mangelerscheinungen treten meist erst nach einigen Wochen auf, müssen aber dann schnell behoben werden.

 

Mangelerscheinungen

  • Exantheme

  • Hautrisse an Lippen und Mundwinkeln

  • Empfindlichkeit gegenüber Licht

  • Zunge kann sich dunkelrot bis violett färben

  • fettige Haare

  • Schuppenbildung rund um die Augenbrauen, Nase und dem Haaransatz

  • Zahnfleischentzündungen

  • Wachstumsstörungen bei Kindern

  • Entzündungen der Schleimhäute

  • neurologische Störungen

  • Anämie

  • Erkrankungen der oberen Atemwege

  • Stoffwechselstörungen bei den Vitaminen B3, B6 und B9