Bereits vor der Schwangerschaft kann die Gesundheit des ungeborenen Kindes gefördert oder geschädigt werden. Wissenschaftler nehmen in diesem Fall auch die Lebensmittelindustrie in die Verantwortung, da Produkte mit Inhaltsstoffen versehen werden sollten, die nicht nur der Entwicklung des Ungeborenen zugute kommen, sondern auch Schädigungen vermeiden sollten. Es zeigte sich zudem, dass immer mehr junge Frauen an einem chronischen Übergewicht leiden, wodurch auch Vitaminmängel einhergehen können.

Schon vor der Schwangerschaft spielen die Nahrungsgewohnheiten der Mutter eine wichtige Rolle für das Kind. Es zeigte sich, dass zwischen dem gesundheitlichen Zustand der Mutter und ihr Nahrungsverhalten in engem Zusammenhang mit der Gesundheit des Kindes stehen. Es gibt daher sogenannte kritische Fenster, bei denen die Gesundheit des Kindes für das weitere Leben vorprogrammiert wird.

 

Übergewicht stellt einen Risikofaktor dar

Sind Mütter von Übergewicht oder Adipositas betroffen, kann sich auch beim Kind auswirken. Meist werden dadurch in der Schwangerschaft nicht die

zugeführt, die für eine gesunde Entwicklung wichtig wären.

Die Lebensmittelindustrie spielt an dieser Stelle eine wichtige Rolle. Immerhin leiden zahlreiche Frauen, die im gebärfähigen Alter sind, an Mangelerscheinungen. Diese können sich wieder negativ bei der Entwicklung des Kindes auswirken. Deswegen sollte vor allem die Industrie darauf achten, dass Lebensmittel ausreichend mit

angereichert werden. Der Mangel an Folsäure kann schon in der ersten Entwicklungsphase des Fötus zu einem Neuralrohrdefekt führen, welcher mit schweren Behinderungen einhergehen kann. Bei Vitamin D kann in der Schwangerschaft nicht nur der Bluthochdruck reguliert und ein Typ 2 Diabetes verhindert werden, sondern auch das Risiko für Infektionen gesenkt werden. Dadurch können Frühgeburten minimiert werden.

Dennoch ist es in Deutschland so, dass Frauen im gebärfähigen Alter bezüglich der ausgewogenen und angereicherten Nahrung auf sich selbst gestellt sind.