Mit Hilfe eines Spermiogramms können die Eigenschaften der Spermien nachgewiesen werden. Dieses wird für zwei Zwecke eingesetzt. Entweder um die Wahrscheinlichkeit bei einem Kinderwunsch ausrechnen zu können. Oder im umgekehrten Fall – um den Erfolg einer Sterilisation nachweisen zu können. In 50 Prozent der Fälle stellt der Mann aufgrund seiner Spermien das Problem für die Kinderlosigkeit dar.

Das Spermiogramm

Das Spermiogramm kann nur in einem Labor erstellt und ausgewertet werden. Es gibt zwar Spermiogramme für zuhause, allerdings ist deren Aussagekraft eher eingeschränkt. Im Labor hingegen werden computerunterstützte Analysen eingesetzt. Um genauere Werte ermitteln zu können, wird den Männern angeraten, dass etwa vier bis fünf Tage vor der Untersuchung enthaltsam gelebt wird. Zudem werden mehrere Spermiogramme in vierwöchigen Abständen gemacht. Da die Werte auch immer wieder schwanken können, werden durch die wiederholte Durchführung auch die Ergebnisse abgesichert.

 

Was wird überprüft?

  • Das Ejakulatvolumen

  • Der pH-Wert

  • Anzahl der Spermien

  • Spermienkonzentration auf einem Milliliter

  • Die Beweglichkeit der Spermien

  • Die Morphologie der Spermien

  • Die Konzentration der lebenden Spermien

  • Die Konzentration der Leukozyten im Ejakulat

Ebenso wird auch die Konsistenz des Ejakulates geprüft. Die WHO legte die Normwerte für das Spermiogramm fest. 2010 wurden diese Werte aktualisiert und teilweise auch gesenkt. Wenn nur ein Parameter von der Norm abweicht, kann dies bereits zu einer eingeschränkten Fruchtbarkeit beim Mann führen.

Die Qualität der Spermien verschlechtert sich in den letzten Jahren immer mehr. Vor allem die Nahrung spielt bei diesem Problem eine wichtige Rolle. Um die Qualität der Spermien verbessern zu können, sollte darauf geachtet werden, dass Aminosäuren, Vitamine und Spurenelemente zugeführt werden.