Früchteallerlei
Vitamin C (Ascorbinsäure)

In fast allen pflanzlichen und tierischen Nahrungsmitteln ist Vitamin C – auch Ascorbinsäure genannt – enthalten. Da der menschliche Körper dieses Vitamin nicht selbst produzieren kann, muss es mit der Nahrung zugeführt werden. Vitamin C wird in erster Linie über den Dünndarm und teilweise über die Schleimhaut des Mundes aufgenommen.

Wirkung von Vitamin C

Die Ascorbinsäure sorgt dafür, dass Eisen vom Darm besser aufgenommen werden kann und hat zahlreiche Schutzfunktionen. Das Vitamin C hat verschiedene Stoffwechselaufgaben zu erfüllen und spielt bei der Bindegewebeproduktion sowie beim Kollagenaufbau eine Rolle. Zudem ist es an der Bildung von Zahnfleisch, Zähnen, Gallensäure und Knochen beteiligt. Ascorbinsäure ist vor allem bekannt dafür, dass sie freie Radikale abfängt. Weiterhin hemmt es die Entwicklung von Nitrosaminen, die zum größten Teil krebserregend sind und Vitamin C ist notwendig, damit Carnitin vom Körper hergestellt werden kann. Durch Vitamin C wird die Aufnahme der Vitamine A und E, der Vitamine B3, B5 und B6 sowie von Natrium, Kupfer und Calcium gefördert.

Vitamin C Mangel


Ein Mangel an Vitamin C tritt heute eher in leichter Form auf, denn in der Regel wird der Körper mit genügend Ascorbinsäure versorgt. Bei einem leichten Vitamin C Mangel treten folgende Symptome auf:

  • reduzierte Leistungsfähigkeit
  • von Krankheiten wird sich nur langsam erholt
  • Müdigkeit
  • Veränderungen am Hautbild
  • höhere Infektanfälligkeit

Mangelerscheinungen treten in der Regel bei den Personen auf, die sich einseitig ernähren und zu wenig frisches Gemüse und Obst essen. Ebenso kann der Tagesbedarf bei Stress, durch Leistungssport und Magen-Darm Krankheiten erhöht sein und somit ein Mangel auftreten.

Die schwere Form eines Vitamin C Mangels wird Skorbut genannt und trat vom sechzehnten bis neunzehnten Jahrhunderts besonders bei Seemännern auf. Der Grund war eine zu einseitige Nahrung und zeigte sich unter anderem durch Zahnausfall, Entzündungen der Gelenke, Muskelschwund, Störungen bei der Wundheilung und hohem Fieber. Tritt ein starker Mangel bei Babys oder Kleinkindern auf, spricht man von der Moeller-Barlow Krankheit, die sich mit Wachstumsstörungen, Blutungsneigung und Störungen der Knochenbildung zeigt. Auch ein starker Vitamin C Mangel kommt heute nur noch selten auf.

Vitamin C Vorkommen

Die Ascorbinsäure kommt in pflanzlichen und tierischen Nahrungsmitteln vor, wobei einige Lebensmittel besonders viel Vitamin C enthalten.

Vitamin C Lebensmittel

Die Hauptlieferanten für Vitamin C sind frisches Gemüse und Obst. Dabei liegt die Acerolakirsche mit 1700 mg pro 100 Gramm ganz vorne. Ebenso enthalten Hagebutten, Sanddornbeeren, schwarze Johannisbeeren, rohe Paprika, Kiwis, Erdbeeren sowie Orangen- und Zitronensaft sehr viel Ascorbinsäure. Bei den tierischen Lebensmitteln sind Innereien die besten Lieferanten von Vitamin C. Ebenso befindet sich in Getreide und Milch Ascorbinsäure.

Vitamin C spricht jedoch auf Sauerstoff, Hitze und Licht empfindsam an. Beim Kochen und Lagern verlieren die Lebensmittel somit viel Ascorbinsäure.

Vitamin C Präparate


Aufgrund von Vitamin C Verlust durch Kochen und Lagern kann der Tagesbedarf manchmal nicht durch die Ernährung gedeckt werden. Dann bieten sich Vitamin C Präparate an, die ebenfalls zur Vorbeugung eingenommen werden können sowie zur Stärkung des Abwehrsystemes bei Krankheiten. In der Regel reichen die Präparate aus, die es im Handel oder in der Apotheke in Form von Vitamin C Pulver, Tabletten, Brausetabletten oder Lutschtabletten zu kaufen gibt.

Bei verschiedenen Krankheiten wird Vitamin C hochdosiert eingesetzt. Eine Vitamin C Infusion erfolgt beispielsweise bei der Krebsbehandlung sowie bei Rheuma, Neurodermitis, Allergien oder einer hohen Infektanfälligkeit. Da der Körper jedoch lediglich hundert Milligramm Vitamin C speichern kann, bleibt die hohe Dosis nur kurze Zeit im Organismus, bevor der Überschuss wieder ausgeschieden wird.

Die Einnahme eines Vitamin C Präparates sollte bei Erkrankungen der Nieren nicht erfolgen, da sich in dem Fall Nierensteine bilden können.

Dosierung

Bei der Einnahme von Vitamin C Präparaten aus dem Handel oder aus der Apotheke sollte darauf geachtet werden, dass die Dosis auf den Tag verteilt wird. Der Grund dafür liegt in der kurzen Halbwertzeit. Bei einem Vitamin C Pulver wird beispielsweise dreimal pro Tag ein Viertel Teelöffel in Saft oder Wasser eingerührt und getrunken. Wird ein Nahrungsergänzungsmittel über eine längere Zeit eingenommen, sollten maximal zwei Gramm täglich zugeführt werden. Wenn im Rahmen einer Therapie Vitamin C hochdosiert wird, entscheidet der Arzt über die Dosierungsmenge.

Überdosierung

In der Regel ist eine Vitamin C Überdosierung nicht möglich, da ein Überschuss ausgeschieden wird. Es kann allerdings bei einer hohen Dosis zu Durchfall und Verdauungsbeschwerden kommen.

Tagesbedarf

Gesunde Erwachsene benötigen rund 100 mg Vitamin C täglich. Kinder bis zum Alter von zehn Jahren haben einen geringeren Bedarf und brauchen zwischen 60 und 80 mg pro Tag. Die DGE empfiehlt 110 mg täglich für Schwangere und 150 mg pro Tag für Raucher und stillende Frauen.