Eine Studie zeigte nun, dass Vitamin D nicht nur als sogenanntes Sonnenvitamin gesehen werden kann, sondern auch ein Zusammenhang bei der Prophylaxe gegen Brustkrebs besteht. Es wird die eindeutige karzinomhemmende Wirkungsweise aufgezeigt, bei der das Risiko dreifach gesenkt werden kann. Daher wird angeführt, dass ein langfristiger Mangel an Vitamin D in der Postmenopause auch das Risiko für Brustkrebs steigern kann. Vitamin D stellt im Immunsystem ein Schlüsselhormon dar und kann beim Kampf gegen Karzinome helfen. Bei der Studie wurden die Daten von mehr als 1200 Frauen herangezogen. Es zeigte sich, dass bei Frauen, die an Brustkrebs erkrankten, in den drei vorangegangenen Monaten ein Mangel an Vitamin D bestanden hat.

Immunabwehr und Krebswachstum

Es zeigte sich, dass es bei der Prävention gegen Karzinome scheinbar ein Zeitfenster gibt. Dieses umfasst die letzten drei Monate vor der Diagnose. Bei der Studie wurden die Blutproben von 600 gesunden und 600 bereits erkrankten Frauen untersucht. Frauen, die einen ausreichenden Vitamin D Wert aufwiesen, erfreuten sich bester Gesundheit. Genau diese Zeit ist allerdings wichtig – sowohl für den Ausbruch des Karzinoms als auch für die Entwicklung. Zwar ist der Zusammenhang zwischen Vitamin D und der Entstehung eines Karzinoms noch nicht gänzlich bewiesen. Was aber Fakt ist – vor der Krebserkrankung wiesen alle Frauen einen Mangel an Vitamin D auf.

 

Die Ergebnisse

Die Forscher schlossen aus diesem Ergebnis auf zwei Annahmen. Erstens könnte eine dauerhafte Einnahme von Vitamin D das Risiko für Brustkrebs senken. Zweitens scheint der Körper beim Kampf gegen Karzinome auch eine höhere Menge an Vitamin D zu benötigen. Ist nicht ausreichend Vitamin D vorhanden, scheint auch das Tumorwachstum zuzunehmen. Diese Annahmen wurden in einer Studie in England untermauert. Es zeigte sich, dass Probanden, die Vitamin D zu sich nahmen, einen leichteren Verlauf bei Karzinomen aufzeigten.

Die Wissenschaftler weisen allerdings darauf hin, dass durch diese Ergebnisse noch keine Absicherung gegeben werden kann. Hier bedarf es noch einigen Studien, um die eindeutige Wirksamkeit von Vitamin D in diesem Bereich nachweisen zu können. Auch die Wirkmechanismen müssten an dieser Stelle noch genauer unter die Lupe genommen werden. Für Menschen mit einer genetischen Disposition wird allerdings die Zufuhr von Vitamin D angeraten.