Vitamin D – das Sonnenvitaminvitamin D

Das Vitamin D wird auch Sonnenvitamin genannt, da es in erster Linie durch Sonneneinstrahlung über die Haut gebildet wird. Vitamin D bezeichnet eine Gruppe von fettlöslichen Vitaminen. Da der Körper Vitamin D selbst herstellt, handelt es sich streng genommen nicht um ein Vitamin, sondern um ein Hormon.

Was ist Vitamin D?

Von den Vitaminen der Gruppe D sind vor allem Vitamin D2 und Vitamin D3 bedeutsam. Vitamin D reguliert den Kalzium-Stoffwechsel und beeinflusst nicht nur das Immunsystem, sondern auch die Seele. Durch Vitamin D kann im Darm vermehrt Kalzium aufgenommen werden, das sich wiederum positiv auf den Knochenbau auswirkt. Die Muskeln sind durch dieses Vitamin leistungsfähiger und mit ausreichendem Vitamin D werden Verspannungen und Muskelkrämpfe vorgebeugt. Somit wird deutlich, dass es sich bei Vitamin D um ein Multitalent handelt.

Vitamin D Mangel

Da nur zwanzig Prozent des Vitamin Ds über die Nahrung aufgenommen wird und die Sonne zum größten Teil für die Bildung dieses Vitamins verantwortlich ist, kommt es im Herbst und Winter in Ländern wie Deutschland oftmals zu Mangelerscheinungen. Ein Mangel kann gravierende gesundheitliche Störungen nach sich ziehen. (mehr zu Vitamin D Mangel)

Vorkommen von Vitamin D

Die hauptsächliche Menge an Vitamin D wird durch den Körper selbst gebildet. Dazu benötigt er die Sonne, mit deren UV-Strahlen die Haut das Vitamin produzieren kann. Lediglich zwanzig Prozent des Vitamin Ds wird über die Nahrung aufgenommen.

Vitamin D in Nahrungsmitteln


Anders als beispielsweise Vitamin C, das in vielen Nahrungsmitteln vorkommt, gibt es nur wenige Lebensmittel mit Vitamin D. Eine größere Menge befindet sich in Fischsorten wie Aal, Thunfisch, Lachs, Sardinen und Hering, da sie sehr fetthaltig sind. Weiterhin kommen in Eiern, Kalbfleisch sowie in Avocados, Champignons, Steinpilzen, Morscheln und Pfifferlingen Vitamin D vor. Um den Tagesbedarf an Vitamin D zu decken, müssten allerdings große Mengen von diesen Nahrungsmitteln gegessen werden. Zum Beispiel müssten sechshundert Gramm Sardinen täglich verspeist werden. Die Eskimos haben Ernährungsgewohnheiten, die solche große Mengen an Fisch beinhalten, doch in unseren Breitengraden schafft es wohl kaum jemand, sich mit so viel Fisch zu versorgen, dass im Winter genügend Vitamin D zur Verfügung steht.

Vitamin D Präparate

Um einem Mangel vorzubeugen ist es ratsam, im Winter spezielle Vitamin D Präparate einzunehmen. Durch das fehlende Sonnenlicht kann der Körper nur unzureichend Vitamin D speichern. Ein Präparat sollte Vitamin D3 enthalten und nur mit ärztlicher Begleitung eingenommen werden. Vor der Einnahme eines Präparates wird der Arzt den Vitamin D Spiegel messen und eine dementsprechende Dosierung verordnen.

Dosierung

Die Dosierung richtet sich nach dem Vitamin D Spiegel. Generell empfehlen Experten für Kinder eine Tagesdosis von 400 bis 1000 IE (Internationale Einheiten) und für Erwachsene 800 bis 1000 IE. Wie oben bereits erwähnt, sollte die Einnahme eines Vitamin D Präparates mit dem Arzt abgesprochen werden, da es bei Überdosierung zu gesundheitlichen Schäden kommen kann. Zudem dürfen bei einigen Krankheiten kein zusätzliches Vitamin D zugeführt werden, beispielsweise bei einer Erkrankung der Nebenschilddrüsen oder der Nieren.

Überdosierung

Eine Überdosierung von Vitamin D kann nur dann entstehen, wenn die Verordnungen des Arztes im Bezug auf ein Präparat missachtet werden. Eine Überdosierung durch Sonnenlicht oder durch Nahrungsmittel ist schier unmöglich. Bei viel Sonneneinstrahlung reduziert der Körper die Herstellung des Vitamin Ds. Wird ein Vitamin D Präparat in zu hoher Dosis eingenommen, kann es zu Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwächegefühl, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Erbrechen und Herzrhythmusstörungen kommen. Erfolgt die Überdosierung über einen langen Zeitraum, sind die Folgen als schwerwiegend zu bezeichnen. Dann lagert sich Kalzium in den Nieren und in den Blutgefäßen ab. Dadurch können sich Nierensteine bilden und ebenfalls ist ein Nierenversagen möglich.

Tagesbedarf

Ein erwachsener Mensch benötigt täglich rund zwanzig Mikogramm an Vitamin D. Dabei entspricht ein Mikrogramm vierzig IE. Über die Nahrung kann ein Erwachsener pro Tag maximal vier Mikrogramm aufnehmen.

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