Bei Diabetikern können bereits geschädigte Gefäße mit der Zufuhr von Folsäure verbessert werden. Eventuell könnten die Schädigungen sogar rückgängig gemacht werden. Die Veränderung der Gefäße kann in weiterer Folge zu einer Herz-Kreislauf-Erkrankung führen. In einer Studie in Hongkong konnte bei Tieren gezeigt werden, dass diese Schädigung durch Folsäure-Gabe minimiert und teilweise rückgängig gemacht werden kann.

Nicht nur der Homocystein-Spiegel wird gesenkt

Es ist schon lange bekannt, dass Folsäure sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System auswirkt. Dieser Umstand beruht vor allem auf der Funktion, dass der Homocystein-Spiegel abgebaut wird. Dieser wird vor allem mit dem Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung in Verbindung gebracht. Bei Mäusen konnte festgestellt werden, dass die täglich Zufuhr von Folsäure zu einer Umkehr der Dysfunktion des Endothels führen kann. Bei dieser zeigen sich an den Innenwänden der Gefäße Störungen bezüglich Funktion. Bei der Dysfunktion entstehen radikalische Peroxynitrite, welche ursächlich für oxidativen Stress sind, der wiederum zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen kann.

Die Studie

Den diabetischen Mäuse wurde zusätzlich Folsäure zugeführt. Die Vergleichsgruppe erhielt lediglich herkömmliches Futter. Diese Mäuse zeigten bereits nach einem Monat, dass es zu einer Abschwächung der Gefäßentspannung kam. Bei den Mäusen, welche Folsäure bekamen, verbesserte sich die Gefäßentspannung. Die Wissenschaftler nehmen an, dass diese Auswirkung auch beim Menschen zu finden wäre.