Bereits zwei Tassen Kaffee täglich können sich in der Schwangerschaft auf das Gewicht des Kindes auswirken. In Göteborg konnte ein Zusammenhang zwischen dem Konsum von Kaffee und dem geringen Geburtsgewicht des Kindes festgestellt werden.

 

Die Studie

Für die Studie wurden die Daten von mehr als 59.000 Frauen herangezogen. Die Frauen hatten alle einen unkomplizierten Geburtsverlauf und Nichtraucherinnen. Es wurde in der 17., der 22. und der 30. Schwangerschaftswoche Auskunft über den Koffeinkonsum erbracht. Dabei wurden nicht nur die Mengen, sondern auch die Quellen, aus denen das Koffein zugeführt wurde, analysiert. Diese Daten wurden mit Frühgeburten und zu niedrigerem Geburtsgewicht verglichen. Wird von einem durchschnittlichen Geburtsgewicht von etwa 3,6 Kilogramm ausgegangen, zeigte sich in der Studie, dass Kinder, deren Mütter 100mg Kaffee in der Schwangerschaft zu sich nahmen, um 21 bis 28 Gramm leichter waren als erwartet. Dabei stellte sich heraus, dass nicht nur die Menge, sondern auch die Quelle des Koffeins eine Rolle spielt.

Weitere Studie

Auch eine britische Studie kam zu ähnlichen Ergebnissen. Dafür wurden die Daten von mehr als 2600 Frauen herangezogen. Wurden 200mg Koffein in der Schwangerschaft zugeführt, stieg das Risiko eines zu niedrigeren Geburtsgewichtes um mehr als 20 Prozent an. Das Risiko stieg proportional zur zugeführten Menge.

Diese Ergebnisse bedeuten allerdings nicht, dass schwangere Frauen nun gänzlich auf Koffein verzichten müssen. Allerdings sollte nicht mehr als eine Tasse Kaffee am Tag in Betracht gezogen werden.