Damit sich das neurale System des Fötus ausreichend entwickeln kann, sollten schwangere Frauen mehr Jod zu sich nehmen. Diese Empfehlung wurde vom Arbeitskreis Jodmangel und der Deutschen Gesellschaft für Ernährung ausgesprochen. Obwohl das Speisesalz in Deutschland jodiert ist, nehmen beinahe 70 Prozent der Schwangeren immer noch zu wenig Jod zu sich.

 

Jodmangel kann zu schweren Störungen bei der Entwicklung führen

Da Jod auch bei der Schilddrüsenfunktion eine wichtige Rolle spielt, können sich schon während der Schwangerschaft Missbildungen und Störungen bilden. Neben Einbußen bei der Intelligenz kann der Fötus auch durch Entwicklungsstörungen und körperliche Behinderungen beeinträchtigt werden. Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft an einem Jodmangel litten, zeigen in 60 Prozent der Fälle einen niedrigeren IQ. Die Medizin ist zum Glück schon so weit, dass der gefürchtete Kretinismus auch nach der Geburt noch weitgehend behandelt werden kann. Damit es aber gar nicht erst zu solch einer Gefahrensituation kommt, können Mütter schon im Vorfeld mit ausreichend Jodzufuhr eine Prophylaxe durchführen.

In der Schwangerschaft ist Jodbedarf erhöht

Aufgrund der Hormonausschüttung und einem geänderten Stoffwechsel haben schwangere Frauen eine erhöhten Jodbedarf. Während der Stillzeit steigt dieser Bedarf nochmals an. Bereits bei einem geringen Mangel, der für die Mutter weitgehend ohne Folgen bleibt, kann es zu Einbußen der kindlichen Intelligenz kommen. Mit Rücksprache des Gynäkologen sollte deswegen rechtzeitig mit einer Jodzufuhr begonnen werden.

Viele Jodpräparate gibt es bereits in Kombination mit Folsäure zu kaufen. Auch diese wird in der Schwangerschaft in erhöhten Mengen benötigt. Schwangere Frauen sollten eher zu Nahrungsergänzungsmittel greifen, welche ein möglichst breites Spektrum an Spurenelementen, Vitaminen und Mineralen abdecken.