Auf vielen Verpackungen finden sich die Angaben zu Vitaminen. Meist finden sich auch die Angaben von Spurenelementen und Mineralstoffen darauf. Nicht nur die enthaltene Dosis, sondern auch der Prozentsatz des Tagesbedarfs müssen bei diesen Verpackungen angeführt sein. Ebenso wird angeführt, wie viel diese Menge der empfohlenen Tagesdosis entspricht. Die Tagesdosis wird dann meist als RDA (Recommended Daily Allowance) abgekürzt.

 

Der RDA

Beim RDA handelt es sich um einen Normwert in der EU, der gesetzlich festgelegt ist. Dieser gilt für einige

Der Gesetzgeber hat sich allerdings nicht für alle Nährstoffe festgelegt. So finden sich beispielsweise bei Aminosäuren, Coenzym Q10 und Omega-3-Fettsäuren keine festgelegten Mengenangaben.

Der RDA wird von großen Teilen der Bevölkerung falsch interpretiert. Dieser beziffert lediglich die empfohlene Tagesmenge für:

  • jungen Menschen: Der Stoffwechsel von 20jährigen ist besser als von 50jährigen. Daher müssen ältere Menschen auch mehr Vitamine zuführen.

  • gesunde Menschen: Wenn der Körper an Erkrankungen leidet, besteht ein erhöhter Bedarf an Vitaminen, um das Immunsystem optimal unterstützen zu können.

  • Keine Alkoholkonsumenten: Die Neutralisierung von Alkohol verbraucht große Mengen an Vitaminen.

  • Keine Raucher: Nikotin bindet Vitamine. Raucher benötigen deswegen eine erhöhte Zufuhr an Vitaminen.

  • Keine Medikamente einnehmen: Medikamente binden in den meisten Fällen Vitamine. Dies zeigt sich auch bei Schmerzmitteln und der Anti-Baby-Pille.

  • Keine gesundheitlichen Schäden aufgrund von Mangelerscheinungen feststellbar

Dabei zeichnet der RDA nur eine Mindestmenge aus, und ist weit von realistischen Werten entfernt. Individuelle Bedürfnisse bezüglich Tagesmengen werden beim RDA nicht berücksichtigt. Daher wird mit dem RDA keine ideale Versorgung mit Vitaminen aufgezeigt.