Angeblich sind Chondroitin und Glucosamin bei der Arthrose unwirksam. Allerdings werden bei diesen Ergebnissen nur die halben Wahrheiten aufgezeigt und wichtige Aspekte fallen unter den Tisch.

 

Die Studie

Bei einer Studie konnten mehr als 1580 Probanden gewonnen werden. Es handelte sich dabei um eine randomisierte Doppelblindstudie. Aufgrund dieser Größenordnung und Durchführung war die Studie einzigartig. Die Teilnehmer wurden in fünf Gruppen geteilt. Eine Gruppe erhielt nur Chondroitin, eine nur Glucosamin, eine eine Kombination daraus, eine lediglich Placebos und die letzte ein Schmerzmittel. Mit Hilfe des WOMAC-Scores konnte nach 24 Wochen festgestellt werden, welcher der Probanden eine Verbesserung des Schmerzes aufzeigte.

Die Ergebnisse

Bei der Studie wiesen mehr als 60 Prozent der Teilnehmer eine Verbesserung um etwa 20 Prozent auf. Allerdings berichteten auch zahlreiche Probanden der Placebo-Gruppe von einer signifikanten Besserung. Aufgrund der Größe der Teilnehmerzahl können die Forscher allerdings nicht ausschließen, dass es sich bei diesen Ergebnissen lediglich um Zufälle handelt.

Bei der Studie wiesen nur etwa 350 Probanden mittlere bis starke Schmerzen auf. Der Rest war der Kategorie leichter Schmerz zuzuordnen. Forscher wissen aber, dass Ergebnisse sich vor allem dann zeigen, wenn die Ausgangslage deutlicher ist. Bei leichten Beschwerden ist es daher immer schwierig, dass ein Unterschied zwischen der Wirkung des Präparates und dem Placebo aufgezeigt werden kann. Es zeigte sich allerdings, dass in der Gruppe, die über starke Schmerzen klagten, durch die Gabe der Kombination eine Verbesserung von etwa 80 Prozent erzielt werden konnte. Es wurde zudem festgehalten, dass diese Form der Therapie keine Nebenwirkungen mit sich bringen würde.