In einer Studie zeigte sich, dass Zimt den erhöhten Blutdruck bei Menschen mit Diabetes Typ 2 senken kann. Für die Studie wurden 93 Untersuchungen von drei vorangegangenen klinischen Studien unter die Lupe genommen. Bei zwei dieser Studien waren die Teilnehmer bereits an einem Diabetes Typ 2 erkrankt. Bei der dritten Studie befanden sich die Probanden in der Vorstufe zum Diabetes.

 

Die Studie

Die Studien waren alle auf einen Zeitraum von 12 Wochen angelegt worden. Dabei erhielten die Probanden täglich zwischen 500 und 2400mg Zimt. Nach der Analyse der Studien zeigte sich, dass Zimt sowohl den diastolischen als auch den systolischen Blutdruck senken kann. Zwar zeigten sich nur geringe Senkungen, allerdings könnten diese mit einer gesunden Lebensweise noch verstärkt werden. Neben sportlicher Betätigung, einer anderen Ernährung und Nikotinabstinenz könnte auch die Reduktion von Gewicht zu einem Erfolg führen.

Die Forscher vermuten bei der Wirkung von Zimt auf den Blutdruck unterschiedliche Faktoren

  • positive Auswirkung auf die Insulinempfindlichkeit

  • positive Auswirkung auf den Glukose-Metabolismus

  • bessere Verarbeitung von Lipiden

  • Antioxidantien werden gefördert

  • Entzündungen werden gehemmt

  • Das Körpergewicht wird reduziert

Die Wissenschaftler warnen allerdings vor zu großer Freude. Erstens war die Anzahl der Probanden verhältnismäßig gering und auch die Studiendauer relativ kurz um wirklich aussagekräftige Ergebnisse daraus schließen zu können. Zudem würde es erneute Studien brauchen, um die Kausalität von Zimt und Blutdruck erforschen zu können.

Doch bei Zimt ist aufgrund des Cumarins auch Vorsicht geboten. In großen Mengen kann dieses gesundheitsschädigend sein. Bei normalen Gebrauch werden sich allerdings keine Nebenwirkungen zeigen. Bei industriell hergestelltem Zimt handelt es sich aber meist um Cassia-Zimt, welcher eine hundertfache Konzentration von Cumarin beinhaltet.